Noch bis zum 2. Juli kann man im Kunsthaus von Achim Freyer in Berlin-Lichterfelde in einer Sonderausstellung Arbeiten des Freyburger Malers, Lehrers und Grafikers Walter Weiße (1923–2021) sehen. In einer der wohl ungewöhnlichsten Privatsammlungen Berlins werden Werke eines so vergnügten wie unerschrocken-unbeirrbaren Künstlers gezeigt, der in diesem Jahr (und um ein Haar hätte er das auch geschafft) hundert Jahre alt geworden wäre und dessen Nimbus weit über die ‚Naumburger Toskana‘ hinaus zu reichen hat. Freyer und auch Dieter Goltzsche waren eng mit Walter Weiße befreundet, der, seinen Lebensunterhalt als Kunsterzieher bestreitend, in der Kunst auch zu DDR-Zeiten ein Freigeist blieb und zahlreichen literarischen Größen, darunter der ebenfalls aus dem mitteldeutschen Burgenland stammende Friedrich Nietzsche (1844–1900), arbeitete. Die Finissage für die Weiße-Schau findet am 02.07. um 17 Uhr statt. Führungen durch den Freyer’schen Kosmos finden immer sonntags ab 15 Uhr statt. Für einen anderen Termin, das bis an die Decke mit Kunst erfüllte Haus zu entdecken, melde man sich bitte per Mail an: team@achimfreyer.com.
(André Schinkel)