„Nimm jeden Menschen so an, wie er ist, denn jeder Mensch kann einen wichtigen Beitrag für das Zusammenleben ins unserer Welt leisten.“ So lautet die Botschaft eines Kinderbuchs, das die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V. herausgebracht hat.
Die Geschichte „Vom Glück fliegen zu können“ erzählt von einem jungen Elf, der ohne Flügel geboren wurde. Er ist daher ein Außenseiter unter den Elfen, die ihn meiden. Eines Tages wird das Elfenvolk von einer bösen Spinne verschleppt. Die Elfen bleiben mit ihren Flügeln im Netz der Spinne kleben. Der Elf ohne Flügel bleibt verschont. Er beschließt, die Elfen zu retten, denn er erkennt, dass sein Handicap hier hilfreich sein kann. Ohne Flügel bleibt er nicht im Spinnennetz kleben. Es kommt zu einem Kampf zwischen der Spinne und dem Elf. Am Ende siegt er und befreit das Elfenvolk. Aus Freude über ihre Rettung nehmen sie den Elfen in ihre Mitte und heben ihn hoch. Endlich kann auch der Elf ohne Flügel fliegen. Eine Geschichte die zeigt: Jede und jeder von uns kann etwas, wird gebraucht und darf seinen Platz in der Gemeinschaft haben.
Ausgedacht hat sie sich Carolin Lutter, eine 29-Jährige Asperger Autistin aus Hespe. Martina Groh-Schad, selbst Kinderbuchautorin, hat sie unterstützt. Das Bilderbuch ist für Kinder ab drei Jahren und für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder einer geistigen Behinderung geeignet. Erzählt wird sie wird im zweiten Teil noch einmal in einer langen Fassung für größere Leser.
Die aquarellierten Radierungen im Buch erarbeitete der 19-jährige Wolfgang Bauer aus Weiden in der Oberpfalz. Er war 2017 für den europäischen Kunstpreis Euward nominiert, international die wichtigste Auszeichnung für Kunst im Kontext von geistiger Behinderung. Angeleitet wurde er bei dem Kinderbuch-Projekt von der Künstlerin und Heilpädagogin Renate Höning.
Bestellung: Geschäftsstelle der Kath. Jugendfürsorge, 9,95 Euro
ISBN 978-3-00-061206-0