Vor genau vierzig Jahren begannen in der ehemaligen Zisterzienserabtei Kloster Eberbach die Dreharbeiten für ein Meisterwerk, basierend auf dem gleichnamigen Romanbestseller von Umberto Eco (1932–2016), erschienen 1980, deutsch in der kongenialen Übersetzung von Burkhard Kroeber 1982. Die Verwandlung des stillen, verschlafenen Ortes in ein gewaltiges Filmset machte das Kulturdenkmal im Rheingau weltberühmt. 2026 jährt sich die Erstausstrahlung des Kinoklassikers, verfilmt vom französischen Kultregisseur Jean-Jaques Annaud, zum vierzigsten Mal. Der Name der Rose erzählt, zugleich von Eco ausdrücklich als griffigen Roman der Postmoderne anvisiert, die Geschichte des Erwachsen- und Weisewerdens seines Protagonisten Adson von Melk und zugleich eine ungeheuerliche Kriminalstory, die bis auf die Suche nach dem mystischen Buch der Komödie des Aristoteles (welch Kniff, Eco führt das Verschwinden des Buches, das heute niemand kennt, vor!) seit dem Ende der Antike zurückgeht und zudem die Historie des Kirchenstreits, der in die Inquisition und Verketzerung gipfelt. Die Verfilmung war, als sie 1986 erschien, und ist bis heute ein cineastisches Ereignis, die grandiose internationale Besetzung sorgte für den nachhaltigen Nachruhm vieler Protagonisten. Neben vielen Veranstaltung zu diesem Jubiläum reiht sich auch das Kino Casablanca (Friedenstraße 12/13, 12489 Berlin) in Berlin-Adlershof ein. Das Kino zeigt den Klassiker in Kooperation mit der Pirckheimer-Gesellschaft. Karten gibt es im Kino oder online. Drücken wir die Daumen, dass der Hansa Verlag rechtzeitig zum Jubiläum die Graphic Novel zum Buch rausbringt. Dann tritt der Verlag auch als Partner auf, und ich darf als Kooperation diese bei der Kinovorführung präsentieren. Auch würde ich dann etwas Beiwerk zum Film und Buch zeigen ... Am 24.09., 20.30 Uhr. Karten über: T. (030) 677 57 52, casablanca-berlin@gmx.de und hier.
(Robert Grieger/Zuarbeit zu Buch und Regisseur: André Schinkel)