„Spring ist ein Lesegenuss und eine Informationsoffensive: Man bekommt darin vorgeführt, was die Crème der deutschsprachigen Comiczeichnerinnen so drauf hat. Und das ist unglaublich viel“, schreibt Andreas Platthaus, Literaturattaché der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Auch in der neuesten Ausgabe des Magazins, das beim Mairisch Verlag erscheint, der Nummer 21, ist das so wie in den Editionen zuvor. „In der aktuellen Ausgabe des Spring-Magazins beschäftigen sich die 14 Illustratorinnen mit Macht in all ihren Formen. Ihre Geschichten handeln vom Umgang mit Ohnmacht, vom Sichtbarmachen von Machtverhältnissen und vom Weg in die Selbstermächtigung. In den Beiträgen erzählen sie von der Macht der Stimme, von der Macht des Geldes und vom weiblichen Kampf als Kraftprobe zwischen den Geschlechtern“, heißt es beim Verlag. Und weiter: „Sie fragen sich, wie der Begriff der Hysterie für die Beherrschung weiblicher Lust missbraucht wurde und wie die ständige Wiederholung von Rollenbilden in den sozialen Medien den Weg für eine Rückkehr des Patriarchalen ebnet. Fantasievoll, kreativ und radikal denken sie darüber nach, wie das mit der Macht wohl alles angefangen haben könnte – und wie man es beendet.“ Ja, starke Statements, taffe, wehrhafte Kunst in trüber Zeit, das braucht es wohl mehr denn je im Moment. Die Künstlerinnen-Gruppe Spring wurde 2004 in Hamburg gegründet. Seither erscheint jeden Sommer ein neuer Band der Anthologie. Die Gruppe besteht seit Beginn ausschließlich aus Frauen und ist ein solides und wichtiges Netzwerk für Zeichnerinnen in Deutschland geworden. Alle Infos hier.
(André Schinkel/Pressemitteilung)