Zum „Schönsten Deutschen Buch“ im Wettbewerbsjahr 2021 wurde ein sehr besonderes Kochbuch gekürt - und bei der Preisverleihung auch die Schöpfer der 25 nominierten Titel gefeiert. Außerdem gab die Stiftung Buchkunst die Förderpreisträger bekannt.
Der »Preis der Stiftung Buchkunst« geht an das Buch »Man kann keine Steine essen« (Prima Publikationen). Das auf Rezepten und Fotografien des japanischen Bildhauers Shinroku Shimokawa basierende Werk entstand in Zusammenarbeit mit den Grafikerinnen Clara Neumann und Christina Schmid.
Das Künstlerkochbuch verbindet Bildhauerei und Kulinarik; Rezepte sind durchwoben von Erzählungen. Zwei fotografische Bildebenen – Zutaten und Speisen sowie Fotos der künstlerischen Arbeiten – sowie eine unaufgeregte Typografie lasse ein ruhige und spannungsreiche Gesamtkomposition entstehen, die auf leicht durchscheinendes Papier gedruckt und als Schweizer Broschur mit Fadenheftung gebunden wurde. Ein rauer, erdiger Buchumschlag mache das Buch selbst zum Objekt. »Mit unendlich viel Weißraum strahlt das künstlerische Kochbuch große Ruhe aus – quasi ein Zen-Kochbuch. Manchmal ist es eben gerade die gestalterische Zurückhaltung, die besonders besticht!«, so Julia Kahl (Jurymitglied und Chefredakteurin Slanted).
Eine vierköpfige Jury wählte das Buch aus den 25 »Schönsten Deutschen Büchern«, die die Stiftung Buchkunst im Juni bekannt gegeben hat. Im Rahmen der Preisverleihung wurden auch deren Buchgestalter, Hersteller und Verleger gefeiert.
Darüber hinaus würdigte die Stiftung Buchkunst die Gewinner der »Förderpreise für junge Buchgestaltung«. Die mit je 2.000 Euro dotierten Preise gingen an
Virginie Calvet und Felix Hunger (»Zwischen Euphrat und Tigris«)
Alissa Verj und Suki Su (»Culture Switch«)
Kristina Hilse (»Eine Sammlung zu Margaret Atwoods The Handmaid‘s Tale«).
Für den Wettbewerb eingereicht wurden 633 Titel, 23 Juroren entschieden über die 25 »Schönsten Deutschen Bücher«, aus 170 Einsendungen gingen die drei Gewinnertitel für die »Förderpreise für junge Buchgestaltung« hervor.
(Börsenblatt)
Shinroku Shimokawa: „Man kann keine Steine essen“.
240 Seiten, 32 Euro
Verlag: Prima.Publikationen, Stuttgart und Basel, Druck: Offizin Scheufele, Stuttgart, Buchbindung: Buchbinderei Spinner, Ottersweier