Auf Schloss Biesdorf in Berlin läuft seit heute eine Ausstellung mit Arbeiten aus sechs Jahrzehnten von Ronald Paris. Die Ausstellung wird kuratiert von Dr. Gerlinde Förster.
Ronald Paris (*1933) gehört zu den herausragenden Malern und Grafikern seiner Generation. Die retrospektiv angelegte Ausstellung zeigt in einem kontrastreichen räumlichen Gegenüber Malerei und Zeichnungen, die beispielhaft für das Lebenswerk des Künstlers stehen.
Das Werk des Künstlers umfasst Gemälde und Zeichnungen, Grafiken und Collagen, Glasmalerei, Gobelins, Bühnenbilder sowie baubezogene Arbeiten im öffentlichen Raum. Künstlerisch gleichrangig neben großformatigen Arbeiten an exponierten Orten sind die auf der Staffelei im Atelier geschaffenen, häufig durch Literatur, Theater und Reisen inspirierten Bilder und Grafiken.
Paris sucht den Rückgriff auf antike Gestalten und Mythen, ist von den Dramen Shakespeares bis zur Dichtung Volker Brauns inspiriert und greift dieses Material auf für seine künstlerischen Deutungen. Prometheus, Odysseus, Marsyas, Appolon, Sisyphos, Kassandra, Medea, Ikarus, Iphigenie, Sappho oder Hamlet, Lear u.a. sind für ihn Metaphern, um menschliche Grundthemen in gesellschaftliche Kontext seiner Zeit zu stellen.
Ausstellung: 14. Juni – 14. August 2020
Schloss Biesdorf
Alt-Biesdorf 55, 12683 Berlin