Der umfangreichen, seinerzeit ab 1990 während seiner Zeit als Intendant des neuen theaters in Halle begonnenen großen Sammlung von Büchern und anderen Publikationen aus der DDR, der nach ihm benannten Peter-Sodann-Bibliothek, die derzeit in Stauchitz bei Meißen in einem ehemaligen Gut bewahrt und gelagert wird, droht das Aus. In gefährliche Fahrwasser war die riesige Bücherei des Pirckheimer-Freunds Sodann (1936–2024) bereits mehrfach geraten; und sie hat zudem eine mittlere Odyssee über mehrere Aufbewahrungsorte hinter sich, denn das Foyer und die Nebenräume des Theaters, dessen Leitung der hallesche Ehrenbürger bis 2005 innehatte, wurden schnell zu klein. Die Probleme sind, wie mehrere Agenturen berichten, kräftig – letztlich würden wenigstens ein bis zwei gesicherte Stellen benötigt, um den Bestand zu pflegen und überzählige Exemplare zum Erhalt und Selbsterhalt vertreiben zu können. Anfragen an den Freistaat Sachsen, wo sich die Bibliothek nun befindet, um eine Grundsicherung endeten bisher immer in einer Ablehnung. Da es sich um eine Privatsammlung handelt, sieht man sich nicht zuständig. Zugleich aber handelt es sich um eine Sammlung, die viele Werke vor dem Müll rettete, darunter viel Bedeutendes. Nun ja ... Mit einem Etat von 50.000 bis 70.000 Euro wäre fürs Erste wohl geholfen, wie so vielen im Land.
(Bert Blaubart/Pressemitteilung)