Mit der Freude zieht der Schmerz
traulich durch die Zeiten.
Schwere Stürme, milde Weste,
bange Sorgen, frohe Feste
wandeln sich zu Zeiten.
Und wo eine Träne fällt,
blüht auch eine Rose.
Schon gemischt, noch eh wir’s bitten,
ist für Throne und für Hütten
Schmerz und Lust im Lose.
War’s nicht so im alten Jahr?
Wird’s im neuen enden?
Sonnen wallen auf und nieder,
Wolken gehn und kommen wieder
und kein Mensch wird’s wenden.
Gebe denn, der über uns
wägt mit rechter Waage,
jedem Sinn für seine Freuden,
jedem Mut für seine Leiden
in die neuen Tage,
jedem auf dem Lebenspfad
einen Freund zur Seite,
ein zufriedenes Gemüte
und zu stiller Herzensgüte
Hoffnung ins Geleite!
Inzwischen trafen bei den Pirckheimern und in der Blog-Redaktion eine Reihe weiterer Grüße zum Neuen Jahr ein, so unter anderem von den Intiatoren der ArtBook.Berlin, Cornelius Brändle und Hanneke van der Hoeven oder von Buchkünstlerin Claudia Richter, deren Arbeit auch in der aktuellen Ausgabe der Marginalien, zu deren Grafikbeilage sie ein Zweifarblinolblatt beitrug, im Zusammenhang ihrer Mitgliedschaft im book art center Halle, gewürdigt wird. Weitere Grüße trafen ein von der Kemberger Holzschneiderin Andrea Lange und von Fotograf Norbert Kaltwaßer. Nun muss eigentlich nur noch das Jahr: ein schönes werden. Am Begleittext, dem Neujahrslied von Johann Peter Hebel (1760–1826) sollte es unserer Meinung nach nicht haken, dass das gelingt ...
(André Schinkel)