Es ist die fünfte und wohl auch die letzte Station für „Das Höchste ist das Verständlichste“ – seit dem 1. September 2022 hängen die Resultate des Pleinairs, das sich im Herbst 2021 mit dem Leben, den Orten und dem Werk von Novalis aka Friedrich von Hardenberg (1772–1801) anlässlich seines 250. Geburtstags befasste, in der KZ-Gedenkstätte in Wansleben am See. Die Werke von Andrea Ackermann, Frank Eißner, Bettina Haller, Tatjana Skalko-Karlovski und Susanne Theumer, die dem in Oberwiederstedt Geborenen gewidmet sind, kehren damit in den Landstrich der Herkunft Novalis’, ins Mansfeld, zurück.
Zuvor waren die Arbeiten im Novalis-Schloss selbst, im Landratsamt des Landkreises Mansfeld-Südharz in Sangerhausen, im Künstlertreff Café Krem in Aschaffenburg sowie ein zweites Mal in der Goldenen Aue, im geschichtsträchtigen Sangerhäuser Spengler-Museum zu sehen. Während des Pleinairs, organisiert von Susanne Theumer, gefördert von „Glück auf! Wohin?“ und maßgeblich vom Landkreis unterstützt, entstanden, flankiert von Ausflügen, Führungen und Vorträgen, eine Vielzahl Kunstwerke: Radierungen, Aquarelle, Holzschnitte, Zeichnungen und Gemälde im innigen Bezug zur Landschaft wie den Texten von Novalis.
Bei der Gedenkstätte handelt es sich um eines von zwei ehemaligen Außenlagern des KZ Buchenwald im Ort, der Verein, der sich für das Andenken derer, die hier bis 1945 litten, engagiert, ist für seine ambitionierte Arbeit, die sich auch der Vermittlung von Kunst und Kultur in Form von Ausstellungen, Konzerten und Workshops widmet, weit über die Grenzen der Region hinaus bekanntgeworden. Die Exhibition ist zunächst bis Ende September zu sehen – Führungen durch die Schau und auf dem Gelände sind nach telefonischer Anmeldung und Vereinbarung möglich: Interessenten wählen bitte die (034601) 2 77 47. Die Gedenkstätte findet sich unter folgender Adresse: Pumpstation 1a, 06317 Seegebiet Mansfelder Land, OT Wansleben am See.
(André Schinkel)