Unter diesem Titel wird in Wünsdorf bei Berlin am Sonnabend eine Ausstellung mit Tafelbildern, Arbeiten auf Papier, Künstlerbücher und Objekten der in Guben und Dresden tötigen Künstlerin Sigrid Noack eröffnet.
„Seit vielen Jahren setze ich mich mit kulturhistorischen Inhalten auseinander – sowohl inner-, als auch außerhalb Europas.
Die Zeiten ändern sich, aber nicht die Menschen. Was uns die vor uns Lebenden hinterließen, ist von oft überraschendem Gegenwartsbezug. Das gilt gleichermaßen für Orte und Wesen.
Prähistorische Kunst und liebenswerte Gestalten des Ahnenkults weisen mit starkem Ausdruck auf moralische und soziologische Aspekte anderer gesellschaftlicher Lebensformen hin. Nicht das Abbild wird in ihnen kultiviert, sondern mit Expressivität eine Emotion erzeugt – eine, deren Erleben durch das Wissen gesteigert wird. Das ist, was ich auch den Betrachtern meiner Arbeiten wünsche.
So setzen mythische Wesen Kräfte ins Bild. So werden Landschaften, Stadtfragmente und Baudenkmäler zu Kraftorten. Selbst wer sich mit Eurozentrismus begnügt, weiß: Magie ist der Umgang mit Kräften.
Der wird abgehandelt im Wechsel von Tafelbildern, Arbeiten auf Papier, Objekten und Künstlerbüchern. Dabei bestimmt immer der Inhalt die gewählte Form und Technik. Breite und Tiefe schaffen intensive Auseinandersetzung mit Thema und Gegenstand.
Meine Reverenz an die Bücherstadt Wünsdorf besteht in der Präsentation einer Werkgruppe, mit der ich u.a. auch in internationalen Museen und Sammlungen vertreten bin: meiner Künstlerbücher (gut 60 sind es bis heute).“
(Sigrid Noack)
Ausstellung vom 27. Juni bis 9. August 2020
NEUE GALERIE
Wünsdorf-Waldstadt, Gutenbergstraße 1, 15806 Zossen