Sie sind hier

Museum für Druckkunst

Pirckheimer-Blog

Museum für Druckkunst

Di, 20.08.2013

Roswitha Quadflieg

Raamin-Presse (1973–2003) Ein Bücherleben

Vor zehn Jahren setzte Roswitha Quadflieg eine Zäsur in ihrem buchkünstlerischen Schaffen und schloss nach drei Jahrzehnten die Raamin-Presse in Schenefeld bei Hamburg. Die seit 1973 dort entstandenen 28 Drucke sind je einem Dichter und einem seiner meist weniger bekannten Werke gewidmet. Die Ausstellung im Museum für Druckkunst – in dem seit 1994 die Texte der letzten sieben Bände gesetzt und gedruckt wurden – fächert die Geschichte der Raamin-Presse nun rückwärts auf und gibt anhand einer Werkauswahl Einblicke in ein bewegtes und vielseitiges Bücherleben.
Roswitha Quadflieg in ihrer Werkstatt,
1970er Jahre, Foto: Jens Rheinländer
Den Auftakt der Schau bildet das letzte Werk der Raamin-Presse, Samuel Becketts Hamburg-Kapitel aus seinen »German Diaries« von 1936/37 und stellt weitere 18 Werke der Weltliteratur von Tankred Dorst, Franz Kafka, William Shakespeare bis zu Georg Trakl vor. Die jeweilige Entstehungsgeschichte der in mehreren Exemplaren präsentierten Bände wird durch zahlreiche Zustandsdrucke, Zeichnungen, Fotos und Entwürfe sowie Druck- und Prägeplatten direkt nachvollziehbar. Alle Werke bestechen durch das außergewöhnliche Zusammenspiel von Originalgrafik, handgesetzter Typografie und aufwändiger Ausstattung. Die in der Raamin-Presse entstandenen Bücher sind stets in limitierter Auflage erschienen, wurden durch ihre visuelle und haptische Einzigartigkeit international bekannt und sind heute seltene und gesuchte Sammelobjekte. Alle Einbände besorgte die Buchbinderei Christian Zwang in Hamburg.

Ausstellung: 20. September 2013 bis 5. Januar 2014
 
Nonnenstraße 38
04229 Leipzig

Do, 18.07.2013

Im Holzstich gebändigte Energie

Karl-Georg Hirsch und Andreas Brylka. Faszination Holzstich und Buchillustration.
Elemente, 1992
Ist dieser bereits seit 13. Mai Fünfundsiebzigjährige nun der klassische disziplinierte Illustrator, oder doch eher der frei eigene Themen gestaltende Grafiker? Diese schwer zu beantwortende Frage erledigt sich bei dieser Ausstellung von selbst, da sie im Museum für Druckkunst Leipzig als Heimstatt gediegenen Buchdrucks stattfindet. Karl-Georg Hirsch wird hier ausschließlich als der mit hochstilisierter Holzstichakribie arbeitende Buchkünstler gezeigt. Zudem ist sein Ausstellungskomplex mit dem eines zweiten dem Buch verpflichteten Holzstechers verflochten, dem des einst ebenfalls an der Hochschule für Graphik und Buchkunst Leipzig ausgebildeten Hamburgers Andreas Brylka. So entsteht im Vergleich zweier ganz unterschiedlicher Temperamente eine umfassende Schau zur bildkünstlerischen Ausdeutung von Literatur.
Dazu muss man sagen - der Ort der Ausstellung hat es schon in sich. Krabbelt man mühsam zur dritten Etage mit den Ausstellungssälen hoch, absolviert man schon ein Programm des Kennenlernens aller Varianten herkömmlicher handwerklicher Buchherstellung. Beginnend im Hochparterre ist die technische Ausstattung einer Druckwerkstatt alten Stils komplett erhalten. Was in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts noch als Offizin Haag Drugulin und Offizin Andersen-Nexö firmierte, war eine gute Adresse für das Herstellen von Büchern, die häufig genug das auszeichnende Prädikat »schönste« erhielten.
Da nun beide Künstler das im 19. Jahrhundert lediglich als schnöde Reproduktionstechnik verbreitete Stechen in Hirnholz (im Unterschied zum Schneiden in Langfaserholz) pflegen, sind sie hier gut aufgehoben. Und sie zeigen, welche ganz moderne Ausdrucksmöglichkeiten sich darin noch verbergen. Allerdings bleibt der sieben Jahre ältere Andreas Brylka in dem Punkt introvertiert bodenständiger. Sein Prä gilt in alter Kleinmeistertradition der Vignette. Verlässt er dieses ureigenste Terrain, wird er in größeren Formaten schnell mit anderen Meistern wie Werner Klemke oder Aristide Maillol verwechselbar.
Karl-Georg Hirsch dagegen hat nach einer Jugend mit Stukkateurberuf und Radrennsport seine enorme Energiepotenz erst mit der jahrzehntelangen Disziplinierung im akademischen Betrieb gezähmt. »Ich mag es, dass mir das Hirnholz so viel Kraft abnötigt«, meint er selbst dazu. Einerseits differenziert er meisterhaft die Grauwerte im Strichgespinst analog dem grafisch bewegten Schriftbild des von ihm illustrierten Buches. Andererseits birst die Welt seiner oft bizarren Menschengestalten oft geradezu im verqueren Zu- und Gegeneinander. Kontrovers jeder Idylle gegenüber reißt er kuriose bis dämonische Konfliktsituationen auf. Allein der feste Umriss der Buchseite begrenzt die unbändige Bewegungslust der Akteure seiner fast dramatisch zu nennenden Kompositionen.
All das lässt sich, anschaulich verteilt auf vielfältige Rahmungen und Arrangements von Buchbeispielen, in Vitrinen betrachten. Die immer wiederkehrende Anmerkung »Leihgabe Dr. Peter Labuhn« deutet an: Hier zeigt mit dem nun bereits im Ruhestandsalter angekommenen Arbeitsmediziner aus Stendal ein passionierter Sammler von Buchgrafik eine Auswahl aus seinen Beständen. Der enge Kontakt zu dem Künstler entstand, als dieser 1976 bis 2003 vom Dozenten und Werkstattleiter zum Professor und Prorektor der Leipziger Kunsthochschule wurde, und dennoch ununterbrochen selbst entwarf und zeichnete, stach und gestaltete. Allein 24 Exlibris entstanden in der Zeit für das Ehepaar Labuhn.
Mit hier gezeigten Entwurfsskizzen, unveröffentlichten Druckbögen und dem Briefwechsel rundet sich das Bild einer engen Beziehung. Jedes Mal unverwechselbar Hirsch, und immer im nuancenreichen Schwarz-Weiß klassischer Grafik. Welch kritisch-aufklärerischer Geist die für LUBOK, die edition burgart, die Büchergilde Gutenberg oder vor allem für die bibliophile Edition Zwiedruck geschaffenen brandaktuellen Blätter prägt, kommt allerdings hier kaum zum Ausdruck. Holzstich hat doch über alles Technische hinaus eine geistige Dimension.
(Harald Kretzschmar in Neues Deutschland, 17.7.2013)
 
Ausstellung: 9. Juni bis 25. August 2013
 
Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38


siehe auch: Karl-Georg Hirsch und Andreas Brylka

Mi, 27.02.2013

Schrift im 21. Jahrhundert

In den vergangenen 30 Jahren vollzog sich der wohl schnellste Wandel in der Geschichte von Schrift und Typografie. Mit Einzug der digitalen Technik öffneten sich nicht nur die Grenzen für einen viel breiteren Anwenderkreis, sondern auch die Möglichkeiten der technischen Umsetzung und des Vertriebs von Schrift. Daraus resultierend entstand eine wahre Explosion an neuen Schriften und die Etablierung eines neuen Marktes.
Die Ausstellung blickt auf die vergangenen zwölf Jahre typografischen Schaffens und damit in die erste Dekade des 21. Jahrhunderts. Rund 110 zeitgenössische Positionen internationalen Schriftdesigns werden vorgestellt und spiegeln die facettenreichen Ansätze und Stilrichtungen zeitgenössischer Typografie.
Vollkorn, © Friedrich Althausen
Den ersten Teil von „Schrift im 21. Jahrhundert“ bildet die von Will Hill (Anglia Ruskin Universität, Cambridge, UK) kuratierte Ausstellung „Types for the New Century – An Exhibition of Contemporary Type Design". Nach Stationen in London, Bristol, Birmingham und Newcastle präsentiert die Ausstellung 90 Schriftdesigns von renommierten Gestaltern wie Matthew Carter, Gerard Unger, Jonathan Barnbrook und Martin Majoor, aber auch Font-Beispiele bisher weniger bekannter Gestalter.br /> Ein zweiter Teil fokussiert das Schriftschaffen in Mitteldeutschland mit Arbeiten von Studenten und Absolventen der Kunsthochschulen Burg Giebichenstein Halle/Saale (Sachsen-Anhalt), Bauhaus-Universität Weimar (Thüringen) sowie Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (Sachsen). Fonts von rund 15 Schriftgestaltern werden vorgestellt und durch zahlreiche Anwendungsbeispiele aus der Praxis von Schrift ergänzt.

Eröffnung am 8. März 2013, 18 Uhr
10. März bis 5. Mai 2013

Nonnenstraße 38
04229 Leipzig

Mario Derra

Holzschnittzyklus „Peter Schöffer und die Entfaltung der beweglichen Lettern“

Die Ausstellung lädt zu einer visuellen Zeitreise ein, die zu den Ursprüngen der heutigen Informationsgesellschaft führt: Ab dem 10. März wird im Museum für Druckkunst Leipzig ein Holzschnittzyklus des Gernsheimer Künstlers und Druckers Mario Derra zu sehen sein, der sich der Geschichte der Drucktechnik widmet.
© Mario Derra:
Am Anfang war das Wort, 2010
Das Werk mit dem Titel „Peter Schöffer und die Entfaltung der beweglichen Lettern. Die Historie der Drucktechnik von der Antike bis zum digitalen Zeitalter“ spannt einen inhaltlichen Bogen von der Entstehung des Alphabets über den Letternguss und die Lithografie bis hin zum Digitaldruck. In die historische Entwicklung der Drucktechnik eingebettet ist das Leben und Wirken Peter Schöffers (um 1425-1502), einem Pionier des Buchdrucks, der in seinen Lehrjahren mit Johannes Gutenberg zusammenarbeitete. Schöffer wie Gutenberg gelten heute als Wegbereiter der modernen Informationsgesellschaft.
Der Künstler Mario Derra (geboren 1954) ist Gründer eines Zentrums für Druckgrafik in der Schöfferstadt Gernsheim. Von 2003 bis 2010 schuf er den Zyklus von 22 großformatigen, mehrfarbigen Holzschnitten. Zur grafischen Darstellung der Druckgeschichte nutzte Derra die Holzschnitttechnik, ein über 500 Jahre altes und sehr aufwändiges Druckverfahren. Zusammen mit der modernen assoziativen Bildsprache ergibt sich ein zugleich archaisch und zeitgenössisch wirkendes Kunstwerk.
Der Künstler Mario Derra (geboren 1954) ist Gründer eines Zentrums für Druckgrafik in der Schöfferstadt Gernsheim. Von 2003 bis 2010 schuf er den Zyklus von 22 großformatigen, mehrfarbigen Holzschnitten. Zur grafischen Darstellung der Druckgeschichte nutzte Derra die Holzschnitttechnik, ein über 500 Jahre altes und sehr aufwändiges Druckverfahren.
Zusammen mit der modernen assoziativen Bildsprache ergibt sich ein zugleich archaisch und zeitgenössisch wirkendes Kunstwerk. Der Holzschnittzyklus ist in dieser Ausstellung das erste Mal in Ostdeutschland zu sehen. Anlass ist die Aufnahme des Werks in die Sammlung des Museums für Druckkunst. Für die Präsentation der Holzschnitte bietet das Museum, dessen Dauerausstellung die Geschichte der Drucktechnik mit dem Schwerpunkt Buchdruck veranschaulicht, einen denkbar passenden Rahmen.

Eröffnung am 8. März 2013, 18 Uhr
10. März bis 30. Juni 2013

Nonnenstraße 38
04229 Leipzig

Di, 02.10.2012

Falschgeld und Geldkunst

Eine Ausstellung um Geld und seine Fälschungen

Bargeld ist seit seiner Erfindung ein beliebtes Ziel für Fälscher. Bis in heutige Zeiten ist das Thema brandaktuell: „Bargeld besitzt eine besondere Faszination und Anziehungskraft. Die Entwicklung von Sicherheitselementen für Banknoten ist wie ein Wettlauf. Wir müssen den Fälschern immer mindestens einen Schritt voraus sein", betont Dr. Walter Schlebusch vom Technologiekonzern Giesecke Devrient. Die Ausstellung „Echt oder falsch?“ richtet ihren Blick in die Historie und präsentiert originale und gefälschte Banknoten sowie Staatspapiergeld aus mehr als zwei Jahrhunderten und 33 Ländern. Mit ausgewählten Exponaten aus der HVB Stiftung Geldscheinsammlung in München zeigt die Ausstellung einen facettenreichen Einblick in die Welt des Falschgeldes. Das älteste der 150 Exponate stammt aus dem Jahr 1805, aber auch aktuelle Fälschungen sind ausgestellt.
Die Ausstellung wird ergänzt um Werke zeitgenössischer Kunst (u.a. Thomas Baumgärtel und Joseph Beuys) aus der Sammlung Haupt Berlin.

Eröffnung am 12. Oktober 2012, 18 Uhr (mit Anmeldung)
14. Oktober bis 7. Dezember 2012

Nonnenstraße 38
04229 Leipzig

Mi, 15.08.2012

Ausstellung verlängert

Die aktuelle Ausstellung Beate Eismann - Druck und Schmuck des Museums für Druckkunst Leipzig wird bis zum 14. Oktober 2012 verlängert. Am 19. August sowie 23. September 2012 laden um 12 Uhr öffentliche Führungen in Anwesenheit der Künstlerin in die Ausstellung ein.
Blick in die Ausstellung, Foto © Museum für Druckkunst
Nonnenstraße 38
04229 Leipzig

Do, 31.05.2012

Beate Eismann

Druck und Schmuck
Klischee aus der Sammlung des Museum für Druckkunst, 2. H. 20. Jh.
Die Ausstellung im Museum für Druckkunst Leipzig verbindet zwei gegensätzliche Bereiche der angewandten Kunst.
Ausgangsobjekte der Schmuckkünstlerin Beate Eismann aus Halle/Saale sind Zeugen einer vergangenen Zeit: Druckvorlagen aus Holz oder Metall, sogenannte Klischees. Auf ihrer Oberfläche tragen sie ein erhaben gearbeitetes, seitenverkehrtes Bildmotiv. Mit Klischees wurden einst v.a. Illustrationen im Buchdruck umgesetzt. Industriell hergestellt wurden sie in spezialisierten Klischeeanstalten und ermöglichten somit die Reproduktion von Bildern in hohen Auflagen. Druckklischees waren notwendig, da Schrift und Bild lange Zeit nur getrennt voneinander für den Druck aufbereitet werden konnten.
Beate Eismann verleiht diesen historischen Druckformen durch ihre Arbeiten eine neue Funktion. Mittels Abformung oder räumlicher 3D-Transformation entstehen aus Druckklischees nun Schmuckobjekte. Die Relikte historischer Druckkunst überführt sie dabei in eine neue Bedeutungsebene und macht die ursprünglich industriell gefertigten Druckvorlagen zu künstlerischen Unikaten.
Anlässlich der Ausstellung entsteht eine limitierte Edition von Silber-Broschen auf der Grundlage von Klischees aus dem Museum.
Beate Eismann, geb. 1969 in Halle/Saale, studierte im Fachgebiet Schmuck an der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design Halle/Saale und war dort von 2000 bis 2006 als künstlerische Assistentin im Fachgebiet Schmuck tätig. Seit 1998 ist sie freiberuflich tätig. Nach diversen Stipendien und Arbeitsaufenthalten war Beate Eismann von 2010 bis 2011 Artist-in-Residence am Institute for Research in Applied Arts, Fachbereich Design an der Fachhochschule Düsseldorf. Die Schmuckkünstlerin wurde 2010 und 2011 mit einem der Grassipreise ausgezeichnet.

Ausstellung: 7. Juni bis 31. August 2012,
Eröffnung: 6. Juni 2012, 18 Uhr

Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38
04229 Leipzig

Do, 05.01.2012

Von der Lithografie zum Offsetdruck

Die Leipziger Kunstanstalt Carl Garte und die Sammlung Hans Garte

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Schwarze Kunst farbig: Welche technischen Voraussetzungen dazu notwendig waren und wie erstaunlich vielfältig und farbenprächtig die Ergebnisse des frühen Mehrfarbdrucks sind, beleuchtet das Museum für Druckkunst Leipzig in einer zweiteiligen Ausstellung.

Ein erster Teil zeigt die Ansichtskartenproduktion der Leipziger Kunstanstalt Carl Garte um 1900. Das damals boomende Massenmedium Ansichtskarte veranschaulicht, wie wichtig Design und Farbgestaltung waren, um auf diesem hart umkämpften Markt zu bestehen. Dargestellt wird zudem die technische Experimentierfreude zu Beginn des Mehrfarbdrucks für Massenauflagen. Ausgewählte Exponate illustrieren das damals vorherrschende Druckverfahren der Chromolithografie, das bald auch mit anderen Verfahren kombiniert wurde.
Der zweite Teil der Ausstellung widmet sich dem Offsetdruck, in den die Kunstanstalt Garte ab 1912 als einer der ersten Betriebe in Deutschland investierte. In der Frühphase wurde dieses Druckverfahren noch nicht im Buch- und Zeitungsdruck genutzt, sondern vor allem für Ansichtskarten, Plakate, Reklame und Verpackungen. Diese Anwendungsbereiche des frühen Offsetdrucks werden in der Ausstellung durch farbenfrohe Originale aus der Sammlung Hans Garte dokumentiert.
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Deutschen Zeitungsmuseum Wadgassen, der Internationalen Senefelder-Stiftung Offenbach und dem Sammler Gerhard Stumpp, Stuttgart.
Das Museum für Druckkunst zeigt in seiner Dauerausstellung historische Drucktechniken mit dem Schwerpunkt Buchdruck. In der Sonderausstellung wird der Fokus nun auf den farbigen Illustrationsdruck gelegt. Wie der Buchdruck hat dieser in Leipzig eine lange Tradition; so wurde beispielsweise die erste deutsche Offsetdruckmaschine 1907 in Leipzig in Betrieb genommen.
Die Ausstellung bietet einen Einblick in unterschiedliche Herangehensweisen an Schrift und Typografie im Spannungsfeld des gegenwärtigen Kunstschaffens. Ebenso verfolgt sie das Ziel, einer größeren Öffentlichkeit ins Bewusstsein zu führen, wie stark Schrift unsere Wahrneh­mung prägt und beeinflusst. Im Rahmen von Führungen und Workshops lädt die Ausstellung ein zu einem visuellen Dialog mit Schrift in Kunst und Design.

3. Februar bis 13. Mai 2012
Eröffnung: 2. Februar 2012, 18 Uhr

è Museum für Druckkunst Leipzig
Stiftung Werkstattmuseum für Druckkunst
Nonnenstraße 38
04229 Leipzig
Tel. 0341 / 23 162-0
Fax 0341 / 23 162-10

Fr, 08.04.2011

Schrift und Typografie in der zeitgenössischen Kunst

Im Alltag kaum wegzudenken, in der Kommunikation beinah unerlässlich, für die Augen oft Freude, gelegentlich auch ein Ärgernis: Schrift ist allgegenwärtig. Als etabliertes System aus verschiedenen Zeichen fungiert sie vor allem als Informationsmedium. Was aber passiert, wenn Schrift einen neuen Kontext sucht? Wird sie zum Beispiel zum Mittel künstlerischer Intention, entsteht eine überraschende Vielfalt an Ausdrucksformen. Diese weiterführende Funktion von Schrift ist Thema der Ausstellung „Schrift und Typografie in der zeitgenössischen Kunst“.
Präsentiert werden rund 40 Positionen internationaler Künstler und Grafik-Designer, die sich in ihrem Werk mit Schrift und Typografie auseinandersetzen. Die Auswahl der Arbeiten umfasst sowohl Zeichnung, Buchkunst, Fotografie und Skulptur als auch Multimedia, Installation, Graf­fiti und Kunst im öffentlichen Raum. Das breite Spektrum zeigt, dass Schrift und Typografie längst ihre zweidimensionalen Grenzen sowie ihr klassisches Medium Papier verlassen haben. Im Kontext anderer Kommunikationsformen erfahren sie sowohl in Form als auch Funktion eine Erweiterung und Modifizierung.
Die Ausstellung bietet einen Einblick in unterschiedliche Herangehensweisen an Schrift und Typografie im Spannungsfeld des gegenwärtigen Kunstschaffens. Ebenso verfolgt sie das Ziel, einer größeren Öffentlichkeit ins Bewusstsein zu führen, wie stark Schrift unsere Wahrneh­mung prägt und beeinflusst. Im Rahmen von Führungen und Workshops lädt die Ausstellung ein zu einem visuellen Dialog mit Schrift in Kunst und Design.

8. Mai bis 17. Juli 2011
Eröffnung am Freitag, 6. Mai 2011, 19 Uhr

è Museum für Druckkunst Leipzig
Stiftung Werkstattmuseum für Druckkunst
Nonnenstraße 38
04229 Leipzig
Tel. 0341 / 23 162-0
Fax 0341 / 23 162-10