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Museum für Druckkunst

Pirckheimer-Blog

Museum für Druckkunst

Mo, 26.10.2015

Print Works. Grafikdesign zur Leipziger Messe

Leipzigs lange Tradition als Messestadt geht auf das Jahr 1165 zurück - erste grafische Erscheinungsbilder zur Messe wurden jedoch erst im frühen 20. Jahrhundert geschaffen. Eins davon ist das 1917 eingeführte Doppel-M, das wohl zu den bekanntesten Symbolen der deutschen Messewirtschaft gehört. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl an Plakaten, Büchern und anderen Drucksachen, als Reproduktion oder im Original, zu den Leipziger Messen. Kuratiert von Karen Laube und Philipp Neumann (MZIN, Leipzig) wird die Ausstellung im Rahmen des 850-jährigen Jubiläums der Leipziger Messe gezeigt.
Zur Eröffnung sprechen: Dr. Susanne Richter (Direktorin des Museums für Druckkunst Leipzig), Silvana Kürschner (Zentralbereichsleiterin Geschäftsentwicklung bei der Leipziger Messe GmbH) sowie Karen Laube und Philipp Neumann (Ausstellungskuratoren und Inhaber von MZIN, Leipzig).

Eröffnung: 30. Oktober 2015, 18 Uhr
Ausstellung: 1. November 2015 bis 10. Januar 2016
öffentliche Führung mit den Ausstellungskuratoren: 8. November 2015, 11 und 12 Uhr

è Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38
04229 Leipzig

Mi, 08.04.2015

LEIPZIG beeinDRUCKT

In den kommenden zwei Wochen lockt die neue Ausstellung „LEIPZIG beeinDRUCKT. 500 Jahre Druck- und Verlagsstandort“ mit folgendem Programm ins Museum für Druckkunst Leipzig:

Weltweit erfolgreich
Maschinenfabrik Karl Krause Leipzig,
Ansicht aus einem Firmen-Katalog, 1893,
Repro Staatsarchiv Leipzig
So, 12. April 2015, 12 Uhr Öffentliche Führung mit der Museumsdirektorin Dr. Susanne Richter,
Eintritt: Museumseintritt

Do, 16. April 2015, 19 Uhr Vortrag mit Thomas Döring
Mit dem Drucker Marcus Brandis beginnt 1481 die Geschichte des Druckwesens in Leipzig. Thomas Döring (Universitätsbibliothek Leipzig) stellt in seinem Vortrag die wichtigsten Persönlichkeiten und Publikationen der Leipziger Frühdruckzeit und die reichen Sammlungen der Universitätsbibliothek vor.
Eintritt frei, von 17 bis 19 Uhr ist vor dem Vortrag das Museum bei halben Eintrittspreisen geöffnet.
So, 19. April 2015, 12 -16 Uhr Familienworkshop Handsatz und Radierung
In der Druckwerkstatt entstehen mittels Handsatz und Radierung individuell erstellte Karten an historischen Pressen. Der Workshop wird von den zwei Leipziger Künstlern Karin Pietschmann und Thomas Siemon geleitet und ist geeignet für alle ab sieben Jahren, Familien sind herzlich willkommen. Infos.

Ausstellung: 28. März bis 4. Oktober 2015

è Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38

04229 Leipzig

Mo, 09.02.2015

LEIPZIG beeinDRUCKT

Anlässlich des 1.000-jährigen Jubiläums der Stadt Leipzig zeigt das Museum für Druckkunst Leipzig ab März die Ausstellung

„LEIPZIG beeinDRUCKT.
500 Jahre Druck- und Verlagsstandort“

 
Weltweit erfolgreich
Maschinenfabrik Karl Krause Leipzig,
Ansicht aus einem Firmen-Katalog, 1893,
Repro Staatsarchiv Leipzig
Innovationsfreudig, wirtschaftsstark und geografisch günstig gelegen: Leipzig ist seit Jahrhunderten Anziehungspunkt für Kultur, Musik, Handel und Wirtschaft. Eine wichtige Säule darunter bildet das druckgrafische Gewerbe, das im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert seinen Höhepunkt erreichte und Leipzig zu einem der weltweit wichtigsten Standorte machte. Diesen Weg zeichnet die Ausstellung „LEIPZIG beeinDRUCKT“ in beispielhaften Etappen im Museum für Druckkunst Leipzig nach. Unter Einbeziehung der ständigen Sammlung des Museums gibt die Ausstellung Einblicke in verschiedene Drucktechniken und in die Kulturgeschichte von Printmedien in Leipzig. Hier werden u.a. Schriftentwicklung und -herstellung, grafischer Maschinenbau sowie Lithografie, Lichtdruck und Musiknotendruck beleuchtet. Exponate der letzten fünf Jahrhunderte zeigen eindrucksvoll die bewegte Vergangenheit der Pleißestadt als Standort für das Druckhandwerk sowie für Verlage und den Maschinenbau. Die voll funktionsfähigen Maschinen und Geräte des Museums machen darüber hinaus die komplexe Herstellung von Drucksachen anschaulich.

Eröffnung: 27. März 2015, 17 Uhr
Ausstellung: 28. März bis 4. Oktober 2015
 
è Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38

04229 Leipzig

Do, 05.02.2015

Druckkunst auf der „Haus-Garten-Freizeit“

Das Museum für Druckkunst Leipzig wird auf der Messe „Haus-Garten-Freizeit“ erstmals mit einem Messestand vertreten sein.
Flachdruck - Präparieren eines Lithografiesteins vor dem Druck
Auf dem Messestand des Museums in der Erlebniswelt Glashalle werden die Besucher die Möglichkeit haben, historische Pressen aus der Sammlung des Museums in Aktion zu erleben. An einer historischen Handpresse können Souvenirs selbst gedruckt werden. Beim aktiven Radierworkshop sind Messebesucher eingeladen, unter fachkundiger Anleitung der Leipziger Künstlerin Karin Pietschmann eigene Druckgrafiken zu erstellen. Die auf der Messe gedruckten Grafiken können direkt mit nach Hause genommen werden.

Messe: 7. bis 15. Februar 2015

Haus-Garten-Freizeit
Leipzig, Messegelände
Glashalle A16

Di, 27.01.2015

Finissage 33. Leipziger Grafikbörse

Am Sonntag endet im Museum für Druckkunst Leipzig die Ausstellung mit zeitgenössischer Grafik unter dem Motto „Im Dialog mit Literatur / Bilder zu Worten“.
33. Leipziger Grafikbörse ist ein Querschnitt aktueller grafischer Arbeiten zu sehen. Rund 100 mitteldeutsche Künstler verschiedener Generationen zeigen Arbeiten in verschiedenen druckgrafischen Verfahren. Beteiligte Künstler sind u.a. Christine Ebersbach, Rolf Münzner, Franziska Neubert und Baldwin Zettl.
Eine letzte öffentliche Führung mit Jean-Claude Lampe (Museum für Druckkunst Leipzig) lädt um 12 Uhr zum Besuch der Ausstellung ein.

Finissage/Führung: 1. Februar 2015
 
è Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38
04229 Leipzig
 

Mi, 10.12.2014

Führung durch die 33. Leipziger Grafikbörse

Angela Hampel, Beil. MARGINALIEN 206

Seit Mitte November 2014 ist die Leipziger Grafikbörse erneut zu Gast im Museum für Druckkunst Leipzig. Die 33. Auflage der Leipziger Grafikbörse präsentiert unter dem Motto „Im Dialog mit Literatur / Bilder zu Worten“ mit ihrer Ausstellung einen Querschnitt zeitgenössischer Grafik aus Mitteldeutschland. Rund 100 Künstler verschiedener Generationen zeigen aktuelle Arbeiten in verschiedenen druckgrafischen Verfahren. Beteiligte Künstler sind u.a. Christine Ebersbach, Rolf Münzner, Franziska Neubert und Baldwin Zettl.
Am 3. Advent lädt eine Führung zum Rundgang durch die Ausstellung „33. Leipziger Grafikbörse“. Durch die Ausstellung führt der Leipziger Kunsthistoriker Rainer Behrends.
Führung: 14. Dezember 12 Uhr
Ausstellung: 14. November 2014 - 1. Februar 2015

è Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38
04229 Leipzig

Di, 11.11.2014

33. Leipziger Grafikbörse

Angela Hampel, Beil. MARGINALIEN 206
Die Leipziger Grafikbörse ist in ihrer 33. Auflage erneut zu Gast im Museum für Druckkunst Leipzig. Bis Februar 2015 präsentiert die Grafikbörse unter dem Motto „Im Dialog mit Literatur / Bilder zu Worten“ mit ihrer Ausstellung einen Querschnitt zeitgenössischer Grafik aus Mitteldeutschland. Rund 100 Künstler verschiedener Generationen zeigen aktuelle Arbeiten in verschiedenen druckgrafischen Verfahren. Beteiligte Künstler sind u.a. Christine Ebersbach, Rolf Münzner, Franziska Neubert und Baldwin Zettl.
Es erscheint ein Katalog mit Abbildungen sämtlicher Werke. Veranstalter der 33. Ausgabe der Leipziger Grafikbörse ist der Leipziger Grafikbörse e.V.. Die ausgestellten Werke sind verkäuflich.
Die Leipziger Grafikbörse feiert 2014 das 42. Jahr ihres Bestehens. Im Jahr 1972 fand die Grafikausstellung das erste Mal statt. Nachdem sie lange Zeit jährlich ausgerichtet wurde, findet sie inzwischen als Biennale statt. Mit der 33. Ausgabe ist die Grafikbörse nach 2012 zum zweiten Mal zu Gast im Museum für Druckkunst.

Eröffnung: 14. November 2014, 18 Uhr
Führung: 16. November 12 Uhr (Direktorin Dr. Susanne Richter)
Ausstellung: 14. November 2014 - 1. Februar 2015

è Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38
04229 Leipzig

Do, 16.10.2014

Besucherrekord im Museum für Druckkunst Leipzig

Seit über 90 Jahren ist das heutige Museum für Druckkunst in Leipzig als Druckstandort Werkstatt und Museum zugleich. Das Haus zeigt historische Gieß-, Setz- und Druckprozesse aus 500 Jahren an funktionierenden Maschinen. Eine der letzten Schriftgießereien Deutschlands ist hier noch in Betrieb. Ansässig ist das Museum im ehemaligen Industrieviertel Plagwitz in einem historischen Gebäude, das heute zu einem aktiven Ort der Industriekultur geworden ist.
© Museum für Druckkunst Leipzig
Im 20. Jahr seines Bestehens kann das Museum einen Rekord verbuchen. Bis Mitte Oktober 2014 besichtigten bereits 10.000 Besucher das Museum im Leipziger Westen. Bis zum Ende des Jahres werden insgesamt rund 12.000 Gäste erwartet. Damit zählt das Museum rund 2.000 Besucher mehr als in den vorangegangenen Jahren. Mit dieser positiven Bilanz startet das Museum mit einem vielfältigen Programm in den Herbst. Auf dem Plan stehen Workshops, Führungen, Gespräche und Vorträge. Ab 14. November 2014 ist die 33. Leipziger Grafikbörse mit einer umfangreichen Schau zeitgenössischer Druckgrafik zu Gast. Ab März 2015 zeigt das Museum eine umfangreiche Sonderausstellung zu 500 Jahren Druck- und Verlagswesen in Leipzig. Die Ausstellung ist Teil des Programms zur 1000-Jahr-Feier Leipzigs.
 
è Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38
04229 Leipzig

Mi, 15.10.2014

Führung durch die Ausstellung Frank Eißner Handpresse

Mit der Ausstellung „25 Jahre Frank Eißner Handpresse. Farbholzschnitt und Zeichnung“ zeigt das Museum für Druckkunst Leipzig bis 7. Dezember 2014 eine Retrospektive zum Schaffen des Leipziger Künstlers. Die Ausstellung gibt anhand des Mediums Farbholzschnitt Einblicke in die expressive Bildsprache von Frank Eißner. In seinen Werken arbeitet der Künstler mit der komplexen Technik der verlorenen Form, die seinen Werken einen unverwechselbaren Charakter verleiht. Einzeldrucke sowie originalgrafische Bücher aus 25 Jahren werden in der Ausstellung durch die Präsentation von Druckstöcken ergänzt. Ein jährlicher Holzschnittkalender, Malereien und eine Vielzahl farbiger Exlibris ergänzen sein Repertoire und sind in Auswahl ebenfalls zu sehen.

Ausstellungsführung: 19. Oktober 2014, 12:00 Uhr
 
Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig-Plagwitz

Mi, 01.10.2014

Museum für Druckkunst erstmals auf der Frankfurter Buchmesse

Im Jubiläumsjahr zum 20-jährigen Bestehen des Museums für Druckkunst Leipzig ist das Museum, welches sich traditionell seit längerem auf der Leipziger Buchmesse vertreten war, nun auch auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse präsent.
Das Museum zeigt auf der weltgrößten Buch- und Medienmesse sein Programm und lädt zum Ausprobieren von historischen Drucktechniken ein. Mit dem Auftritt transportiert das Museum für Druckkunst ein Stück lebendigen Kulturerbes von Leipzig nach Frankfurt/Main und damit zugleich an ein weiteres internationales Messepublikum.
Natürlich darf eine Auswahl von historischen Pressen auf dem Messestand nicht fehlen. Eine Sternradpresse für Tiefdruck (Baujahr um 1850) aus der Sammlung geht daher mit auf Reisen. Gebraucht wird sie für die Workshops auf dem Messestand, bei denen Besucher unter Anleitung einer Leipziger Künstlerin Kaltnadelradierungen erstellen und drucken können.
Weiterhin ist ein Boston-Tiegel (Abb.), typisches Utensil einer jeden Druckwerkstatt, mit dabei. Im Do-It-Yourself-Verfahren können Besucher hier selbstgedruckte Souvenirs herstellen.
Zahlreiche, im Museum produzierte Drucksachen bietet der Shop auf dem Messestand. Hier wird u.a. eine umfangreiche Plakat-Serie mit Holzbuchstaben aus der Sammlung des Museums angeboten.

Buchmesse: 8. bis 12. Oktober 2014
 
Halle 4.1, Stand P35

Mi, 24.09.2014

Vom Buch auf die Straße

Ende des Monats endet die Ausstellung Vom Buch auf die Straße. Große Schrift von 1600 bis 1920 im Museum für Druckkunst Leipzig.
Die in Kooperation mit der Hochschule für Grafik und Buchkunst gezeigte Ausstellung präsentierte bildliche Zeugnisse, die die besondere visuelle Kraft und den Facettenreichtum von Schrift im öffentlichen Raum aus mehreren Jahrhunderten darlegen.
Die Ausstellung vereinte Plakate, Postkarten, Drucksachen und Fotografien sowie Objekte und Filme. Kuratiert von Julia Blume, Pierre Pané-Farré und Prof. Fred Smeijers (alle HGB Leipzig) ist die Ausstellung ein Projekt der Fachklasse Type-Design an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.
 
Finissage: 28. September 2014 mit einer Führung um 12:00 Uhr
 
è Museum für Druckkunst Leipzig
Stiftung Werkstattmuseum für Druckkunst
Nonnenstraße 38
04229 Leipzig

Mo, 15.09.2014

25 Jahre Frank Eißner Handpresse

Farbholzschnitt und Zeichnung

Mit einer Ausstellung zeigt das Museum für Druckkunst Leipzig ab 19. September 2014 eine Retrospektive zum Schaffen des Leipziger Künstlers Frank Eißner.
Die Ausstellung gibt anhand des Mediums Farbholzschnitt Einblicke in seine expressive Bildsprache. In seinen Werken arbeitet der Künstler mit der komplexen Technik der verlorenen Form, die seinen Werken einen unverwechselbaren Charakter verleiht. Das fertige Bild entsteht durch das mehrfache Bearbeiten des Holzstocks. Der stufenweise Druckprozess fügt nach und nach die Farben zu einem Bild zusammen. Einzelne Arbeitsschritte lassen sich nicht wiederholen. Am Ende bleibt nur der Druckstock für die letzte Farbe.
Impulse für seine Arbeiten findet Frank Eißner in der Musik, der Literatur und in religiösen Themen. Schwerpunkt seines Schaffens ist die weibliche Figur, die in seinen expressiven Holzschnitten mit Texten, Landschaften oder Interieurs harmonisch verbunden ist. Neben dem Farbholzschnitt ist die Zeichnung ein wichtiges Medium für Eißner. Sie dient ihm zur Ideenfindung als klassische Vorzeichnung und ist zugleich eigenständiges Werk.
Einzeldrucke sowie originalgrafische Bücher aus 25 Jahren werden in der Ausstellung durch die Präsentation von Druckstöcken ergänzt. Ein jährlicher Holzschnittkalender, Malereien und eine Vielzahl farbiger Exlibris ergänzen sein Repertoire und sind in Auswahl ebenfalls zu sehen.
Frank Eißner, geboren 1959 in Leipzig, erlernte zunächst das Lithografen-Handwerk, bevor er von 1984 bis 1989 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Prof. Dietrich Burger, Günter Thiele und Prof. Rolf Kuhrt Malerei und Grafik studierte. Im Anschluss an sein Studium wandte er sich dem Holzschnitt zu und gründete 1989 die „Frank Eißner Handpresse“ in Leipzig, die er bis heute allein betreibt.
Anlässlich der Ausstellung schuf der Künstler exklusiv in der Technik der verlorenen Form ein Plakat (Format: 297 x 420 mm, 13 Farben, nummerierte Auflage, 12 Exemplare).
 
Ausstellung: 19. September bis 7. Dezember 2014
Eröffnung: 18. September 2014, 18 Uhr
 
Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig-Plagwitz

Mo, 27.01.2014

Alois Nebel. Leben nach Fahrplan

Mit der Ausstellung „Alois Nebel. Leben nach Fahrplan“ macht das Museum für Druckkunst Leipzig ab 7. Februar 2014 den als Graphic Novel bekannten Bilderroman des Autors Jaroslav Rudiš zu einem begehbaren, dreidimensionalen Erlebnis.
Die dreiteilige Graphic Novel „Alois Nebel“ (2003–2005) des tschechischen Autors Jaroslav Rudiš ist längst Kult. Hauptfigur Alois Nebel ist ein kauziger Bahnhofswärter in der tschechischen Provinz. Im Sommer 1989 wird sein Leben durch wiederkehrende Alpträume auf den Kopf gestellt. Er sieht Züge, die auf keinem Fahrplan vermerkt sind, und wird so mit dunklen Kapiteln mitteleuropäischer Geschichte konfrontiert: dem Zweiten Weltkrieg, der Vertreibung der Deutschen und mit der sowjetischen Besatzung.
© Agentur Gold & Wirtschaftswunder / Literaturhaus Stuttgart
Die Ausstellung greift diverse Szenen des Bilderromans auf und zeigt diese als Rauminstallation. Die in schwarz-weißer Holzschnittmanier gehaltenen Illustrationen und Skizzen des tschechischen Zeichners und Musikers Jaromír 99 entführen den Betrachter in die Welt des Alois Nebel und machen seine Geschichte auf besondere Weise begehbar. Ergänzt wird die Schau durch lebensgroße Romanfiguren, die in die ständige Ausstellung des Museums integriert sind.
Die Ausstellung wurde vom Literaturhaus Stuttgart in Zusammenarbeit mit den beiden Autoren konzipiert. Die Gestaltung lag bei der Designagentur Gold & Wirtschaftswunder, Stuttgart. 2013 wurde die Ausstellung mit dem zweiten Platz bei den European Design Awards ausgezeichnet. Die Graphic Novel erschien 2012 beim Leipziger Verlag Voland & Quist. Der Film zum Buch wurde 2012 mit dem Europäischen Filmpreis in der Kategorie „Bester Animationsfilm“ ausgezeichnet und startete am 12. Dezember 2013 in den deutschen Kinos.
 
Eröffnung: 6. Januar 2014, 18 Uhr, in Anwesenheit des Autors Jaroslav Rudiš
Ausstellung vom 7. Februar bis 21. April 2014
 

Mo, 02.12.2013

Museum für Druckkunst will deutsches Kulturerbe werden

Das Museum für Druckkunst Leipzig bewirbt sich mit der aktiven Erhaltung und Vermittlung des Know-hows der handwerklich-künstlerischen Drucktechniken Hoch-, Tief- und Flachdruck um Aufnahme in das deutsches Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes.
Flachdruck - Präparieren eines Lithografiesteins vor dem Druck
Als länderübergreifende und multinationale Ausdrucksform schickt das Museum für Druckkunst in der Kategorie „traditionelle Handwerkstechniken“ das Druckhandwerk ins Rennen. Die handwerklich-künstlerischen Drucktechniken Hochdruck (hier: Buchdruck mit Bleilettern und Xylografie), Flachdruck (hier: Lichtdruck und Steindruck) und Tiefdruck (hier: Kupferstich und Radierung) werden im Museum aktiv gefördert, angewendet, weitergegeben und anschaulich vermittelt. Nur in Leipzig kann die Vielfalt der genannten Drucktechniken gemeinsam und in Aktion erlebt werden.

Hochdruck - Druck an einer Kniehebelpresse
Die Aufnahme des historischen Druckhandwerks als immaterielles Kulturerbe wäre eine große Anerkennung für eine gesellschaftlich bedeutsame Kulturtechnik mit über 500jähriger Tradition, die bis heute eng mit Leipzig und Sachsen verbunden ist.“ sagt Dr. Susanne Richter, Direktorin des Museums für Druckkunst Leipzig.
Tiefdruck - Druck einer Radierung, Fotos © Museum für Druckkunst Leipzig
Im Herbst 2014 soll das bundesweite Verzeichnis auf der Webseite der Deutschen UNESCO-Kommission veröffentlicht werden.

Mi, 06.11.2013

RAAMIN-PRESSE (1973–2003). Ein Bücherleben

Der Vorsitzende des LBA Herbert Kästner
bei der Ausstellungseröffnung
Das Museum für Druckkunst Leipzig lädt am Mittwoch, 27. November 2013, um 19 Uhr ein zu einem literarischen Abend mit Roswitha Quadflieg und Josef Haslinger.
Im Rahmen der seit September laufenden Ausstellung »Roswitha Quadflieg. Ein Bücherleben« (noch bis 5. Januar 2014) lesen Roswitha Quadflieg (Autorin, Berlin) und Josef Haslinger (Deutsches Literaturinstitut Leipzig, Präsident des PEN Deutschland) aus eigenen Werken und sprechen im Anschluss über ihren Umgang mit Literatur und Buchkunst. Einige Impressionen von der Ausstellung mit buchkünstlerischen Werken von Roswitha Quadflieg finden sich auf der Homepage des Museums unter "aktuelle Ausstellung".
 
Lesung: 27. November 2013

Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig