Er stand zwanzig Jahre der Deutschen Exlibris-Gesellschaft (DEG) vor: Dr. Gernot Blum, der im Mai 2026 im Alter von 86 Jahren gestorben war – ja, und er war das, was man mit Fug und Recht einen in der Wolle gewaschenen Sammler nennt: Als er im Jahr 2013 der Stadt Mönchengladbach seine Exlibris-Kollektion per Schenkung überließ, wechselten sage und schreibe 150.000 Blätter den Besitzer, ein Schatz, der auch danach weiterwuchs. In der direkten Folge wurde das Internationale Exlibris-Zentrum Mönchengladbach (IEZ-MG) gegründet. Zu Ehren Gernot Blums, der in seinem bürgerlichen Leben ein Psychiater war, zeigt Carl Brandts Haus, die Zentralbibliothek der Stadt (Kaiserstraße 47, 41061 Mönchengladbach) im Gladbachkabinett eine fein justierte Auswahl aus der großen Sammlung, alle Themen und Gebiete des Konvoluts beachtend: Etwa hundert der Kleingrafiken der Kollektion werden seit dem 07. August noch bis zum 23. Oktober 2026 in einer Kabinettausstellung gezeigt. Motivisch war Blums Leidenschaft für das bibliophile Eignerzeichen weit gefasst: Blätter zu seinem Beruf und seiner Familie und antiken Kulturen ... zu mythischen Themen und dem Phänomen des Todes finden sich in den Konvoluten. Auch betraute er immer wieder Künstlerinnen und Künstler, in seinem Namen die kleinen Kunstwerke zu schaffen, in dieser Hinsicht finden sich Dutzende Namen in den Verzeichnissen. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.
(André Schinkel/ Pressemitteilung)