Pirckheimer-Blog

Leseprobe

Mi, 26.06.2024

Ruinen in Aspendos – das ideale Biotop des Hardun. Die antike Stadt ist berühmt für ihr Amphitheater.

Nachricht aus Side II: Der Hardun

Das Kopfnicken, der Schwanzschlag des Hardun in der größten Hitze am Aufweg zur Akropolis zeigt den Schwierigkeitsgrad der Schritte in das Innere der wüstgefallenen Stadt für mich an. In ihrem Bauch wird gegraben, seit die Kunde von ihr vor hundert Jahren wieder den verwilderten Hecken und Lauben unter den Strauchgefachen entstieg. Ich muß aufgestiegen sein zu den Mauern und Zisternen, bevor die Mittagshitze mich trifft. Und einen Weg suchen, unbeschadet wieder abzusteigen, bevor der Vogelgesang in den Dämmern über den nördlich sich erhebenden Bergen verlischt. Aber ich will mit der Kunde in die Ebene kehren, daß ich dort war, wo einst Tausende lebten und heute der Hardun das Terrain mit seinem Kopfnicken und Schwanzschlagen beherrscht.

(André Schinkel/nach der Rückkehr aus Aspendos)

Di, 04.06.2024

Side, Provinz Antalya: Platz vor dem Amphitheater.
Treibt Erkundungen am Mittelmeer: André Schinkel.

Nachricht aus Side: Die „Zeichen“

Von der heißen Türkisküste erreicht uns folgende Nachricht: Die Zeichen und Denkmale unserer Liebe, sag’ ich, vereint und zerteilt in einem, so stehend und zugleich fliehend mit der Zeit. Erging es uns schon in Goseck, erging’s uns in Pömmelte so? Einmal kehre ich dahin zurück, glaube ich; aber ich weiß nicht, ob ich dich dann dabeihaben darf … auch in den Tempeln und Tälern im Süden, hinter dem Meer, bleibst du mir fern. Ich habe mich daran gewöhnt, nicht ohne Trauer daran gewöhnen müssen. Ja ... und auch dort glaubte ich noch, es in den Zeichen und Denkmalen eingeschrieben zu sehen – in der Mondhieroglyphe, der Wasserhieroglyphe und der, die mit dem Rechteck das bestellte, in Besitz genommene Land anzeigt. Umringt von Tauben, Sperlingen und Bülbüls schreibe ich dir nochmal von einer anderen Seite des hieroglyphischen Meers. Es ist heiß, aber vom Meer geht immer der Wind. Es wäre das zentrale Bild, Signal, Zeichen, Meer unserer Liebe gewesen, weiß ich. Und in den Palmen singt die gehäubte Nachtigall, der orientalische Haubenpirol, der türkische Bülbül für dich, die du fern bist – und das Häubchen, das ich spreize, ist schwarz und leuchtet im Wind, der vom Meer kommt, als wäre dies bei allem Verstreichen ein unverlöschliches Signet, daß es weitergeht in der Welt, an welcher Stelle auch immer, und der Singsang der Zeichen dereinst auch von uns, von dir und mir und unserer Liebe, noch einmal berichten wird ...“ An der Stelle brechen die Aufzeichnungen ab. Die Ausgrabungen dauern noch an.

(André Schinkel/vorläufiger Grabungsbericht)

Mi, 15.05.2024

André Schinkel "Mondlabyrinth" im September 2024.

„Mondlabyrinth“ im September

[Ex ungue leonem.]

 

Horus erscheint, der Stern an der Spitze des Himmels,

Jetzt, wo unser der Untergang ist. Das Mansfeld

Durchfurcht, durchspreizt von pharaonischen Schiffen

Aus Schutt oder Sonne; und die knurrigen Heiden

Ushebtis: die Pyramiden langsam zu glätten, die Spitzen

Zu richten mit Steinstaub aus Tura ... und: ihr Ge-

Heimnis fortan zu bewahren. Die raschelnde Hand

Neferirkares, die verschollene Büste des Cheops in einem

Papierkorb versteckt am Eisleber Meer. Zunächst aber 

            rollen

Die heiligen Loren durch die Mittleren Seen, in gläsernen

Röhren und Taucheranzügen; über die eisigen Gletscher

Der Alpen, um schließlich im Erzherz von Deutschland

Zu landen, vermeintlich geschützt, vor den Blicken

Derjenen, die wissen; ohne Halt ohne Rast, quer durch

Europa, es sei denn, an der Todesstation Glacier Similaun.

 

André Schinkels Buch Mondlabyrinth, enthaltend 92 neue Gedichte und Akrostichen in vier Kapiteln, erscheint im September in seinem Haus-, dem Mitteldeutschen Verlag. Broschiert, 160 Seiten, ISBN 978-3-96311-686-5, 20 Euro. Die Umschlagradierung für die Sammlung stammt von Susanne Theumer. Buchpremiere am 19. September, Literaturhaus Halle, Grüner Salon, 19 Uhr.

 

(Bert Blaubart)

Mo, 27.02.2017

Pirckheimer-Jahrestreffen 2017

Im kommenden Heft der Marginalien findet sich auch ein Beitrag zu untenstehendem Thema, für den durch Klick auf das Pirckheimer-Logo eine Leseprobe aufgerufen werden kann.

Aus der Pirckheimer-Gesellschaft
Einladung zum Jahrestreffen 2017

Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft erhalten das Heft kostenlos, für diese wird dem Heft 224 zusätzlich eine Originalgraphik beiliegen.
Abo pro Jahr (4 Hefte) 74 € zzgl. Versandkosten. Bestellung bitte per E-Mail.

So, 12.02.2017

Marginalien # 224

Im kommenden Heft findet sich auch ein Beitrag zu untenstehendem Thema, für den durch Klick auf das Pirckheimer-Logo eine Leseprobe aufgerufen werden kann.

Bergung eines Schatzes
Roland Krischke über Altenbourg in Altenburg und das Lindenau-Museum
Im Gespräch mit Jens-Fietje Dwars

Anke Polenz  Digitale Metamorphosen
Über den Exlibriskünstler, Buchgestalter und Schriftsteller Krzysztof Marek Bąk

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Marginalien # 224

Durch Klick auf das Pirckheimer-Logo kann hier bereits ein Beitrag aus dem in der letzten Märzwoche erscheinenden Heft 1/2017 der Marginalien aufgerufen werden, der auf eine Messe aufmerksam macht, welche dann leider bereits vorbei ist.

Klaus Raasch  BuchDruckKunst in Hamburg:
Erlesenes auf Papier
BuchDruckKunst wurde 1998 als Gesellschaft zur Förderung zeitgenössischer Buchkunst in Hamburg gegründet. Bereits 1999 organisierte der Verein die 1. Norddeutsche Handpressenmesse, die zunächst alle zwei Jahre ausgerichtet wurde, ab 2013 nun jährlich stattfindet. Dort stellen sich Buchkünstler, Drucker, Buchbinder und Verleger von Pressendrucken, vorwiegend aus dem norddeutschen Raum, vor. 2017 trägt diese nun bereits 12. Messe BuchDruckKunst einen neuen Untertitel, Erlesenes auf Papier, der neben traditionellen auch auf moderne Druckverfahren und auf die vielfältigen Facetten des künstlerisch gestalteten Buches verweist. Ausdrücklich werden damit auch Unikate, wie beispielsweise kalligrafisch gestaltete Werke, einbezogen. ...

Messe: 18./19. März 2017

Museum der Arbeit
Wiesendamm 3 · 22305 Hamburg

Sa, 11.02.2017

Marginalien # 224

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Marita Hoffmann  Keine Lust auf schlechte Bücher
Zehn Jahre »Initiative Buchkultur: Das Buch e.V.«

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Marginalien # 224

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Elmar Faber  Verlegerbriefe zu einem Dichterleben
Zum 90. Geburtstag von Werner Heiduczek

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Marginalien # 224

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Thomas Reinecke  Eduard Grisebach (1845–1906) –
ein bibliophiler Weltliteratur-Sammler

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Marginalien # 224

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Astrid Nischkauer  ENTWERTER/ODER 100

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Fr, 10.02.2017

Marginalien # 224

Im kommenden Heft findet sich auch ein Beitrag zu untenstehendem Thema, für den durch Klick auf das Pirckheimer-Logo eine Leseprobe aufgerufen werden kann.

Peter Labuhn Meister der Miniatur
Ein Spaziergang durch meine Horst-Hille-Sammlung

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Marginalien # 224

In der letzten Märzwoche wird das Heft 1/2017 der Marginalien ausgeliefert. In den nächsten Tagen erhält man hier schon mal einen Eindruck davon, was den Leser erwartet. Interessiert? Durch Klick auf das Pirckheimer-Logo neben der Inhaltsangabe kann für die ersten Beiträge eine Leseprobe aufgerufen werden.

Ute Willer Zu Egbert Herfurths Grafik
Über sieben Brücken musst du gehen

Sebastian Hennig Die blaue Blume
Ein Radierzyklus von Wolfram Hänsch

Till Schröder Der Sound des Sammelns
Hartmut Andryczuk schaut Fans des Künstlerbuchs in die Seele

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