Nachdem der Dresdner Maler Max Uhlig am 20. November 2020 für sein Werk im kleinsten Kreis den mit 20.000 Euro dotierten Kunstpreis zu Ehren von Karl Schmidt-Rottluff erhalten hatte, konnte nun coronabedingt mit großer Verzögerung am 28. August durch die gleichnamige Stiftung im großen Rahmen im Chemnitzer Hof eine würdige Festveranstaltung mit einer Improvisation zu Uhligs Gemälde “Sommer bei Katharinenberg“ von dem Pianisten Jeffrey Goldberg durchgeführt werden. Grußworte entrichteten Barbara Klepsch, Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, sowie Sven Schulze, Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz, die Laudation hielt Wolfgang Holler, Generaldirektor der Museen der Klassikstiftung Weimar. Max Uhlig sprach trotz starker körperlicher Einschränkung selbst ausführliche Worte des Danks. Ein eindrucksvoller Kurzfilm zeigte den Künstler bei seiner Arbeit an den Fenstern für die Magdeburger Johanniskirche. Anschließend wurde eine Max-Uhlig-Ausstellung in der Galerie Weise im Rosenhof 4 eröffnet.
Es war der zweite Preis, der durch die 2015 gegründete Stiftung zu Ehren von Karl Schmidt-Rottluff Chemnitz vergeben wurde. Der erste Preis ging 2018 an den Chemnitzer Künstler Michael Morgner. Zu beiden Preisen ist eine splendide Festschrift herausgegeben worden. In ihr äußern sich 37 Wegbegleiter, Freunde und Sammler der Künstler. Unter ihnen befinden sich in dem Buch zu Uhlig so bekannte Persönlichkeiten wie Werner Schmidt, Klaus Werner, Lothar Lang, Michael Morgner, Dieter Goltzsche, Roland Jäger, Thomas Ranft, Peter Herrmann, Matthias Flügge und Hedwig Döbele. Enthalten sind außerdem die Biografien sowie eine Auswahl an Preisen, Ehrungen, Werken in öffentlichen Sammlungen und Publikationen. Beide Schriften sind reich mit Abbildungen versehen.
Die Preisvergabe ist alle zwei Jahre vorgesehen. Sie richtet sich auf Künstler, deren Leistungen „außerhalb des Spektakels und des Marktes“ erreicht wurden, wie in der Festschrift steht. Wer den nächsten Preis erhält, stehe noch nicht fest, so Sonja Oehlschläger, die Vorsitzende des Stiftungsvorstandes. Es werde eine internationale Sicht angestrebt.
(Elke Lang)