Pirckheimer-Blog

Jürgen Franssen

Do, 09.06.2022

Abb.: fontstand.com

Berlins typographisches Erbe

Im Jahr 2021 haben vier Berliner Institutionen zusammengearbeitet, um einen großen Teil ihrer gedruckten Mustersammlungen zu digitalisieren und die Bilder online frei verfügbar zu machen.
Unterstützt wurde das Digitalisierungsprojekt von einem wissenschaftlichen Beirat, bestehend aus dem Pirckheimern Jürgen Franssen und Dan Reynolds, sowie von Katharina Walter.

Seit Februar 2022 sind hunderte der in Berlin gedruckten Muster im 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts online. Die Exemplare der Staatsbibliothek zu Berlin und der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin können bei Digitalisierte Sammlungen besichtigt werden. Die Musterexemplare des Berliner Wissenschaftsmuseums sind museumdigital. Auf museum-digital finden Sie auch Drucke der Schriftzeichen der Erik Spiekermann Stiftung gGmbH. Dieser Artikel stützt sich auf mehrere deutschsprachige Beiträge, die Christian Mathieu für den Blog der Staatsbibliothek zu Berlin geschrieben hat. Ich habe den endgültigen Text zusammengestellt, einige Ergänzungen gemacht, alles ins Englische übersetzt und Bilder und Bildunterschriften hinzugefügt.

(Dan Reynolds)

Do, 10.05.2018

Deutsche Buchkunst im frühen 20. Jahrhundert

Seit gestern ist in Heidelberg eine Ausstellung zur Buchkunst des frühen 20. Jahrhunderts in Deutschland zu sehen.

Im Zentrum der von Jürgen Franssen (einem neuen Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft) kuratierten Ausstellung stehen die Drucke der deutschen Privatpressen, zu der Wolfram Benda unter anderem mit der Bibel der Doves Press und dem Hamlet der Cranach-Presse wichtige Leihgaben beigesteuert hat. Auch Eckehart SchumacherGebler, der zur Eröffnung anwesend war, beteiligte sich mit Leihgaben an der Ausstellung, genau wie das Mainzer Gutenberg-Museum, welches verschiedene Drucke der Kelmscott Press zur Verfügung stellte und die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart mit Exponaten zu Ernst Schneidler.
Die Ausstellung stellt jedoch nicht nur die ›Privatpressen‹ vor, sondern beleuchtet auch deren Kontext, wie das Aufkommen der Buchkunstbewegung in den Jahren um 1900, die Diskussion um eine Erneuerung der Schrift- und Buchgestaltung sowie den Umbruch gleichsam mit Hilfe der ›Kultur-Verlage‹ wie dem Insel- und dem Eugen Diederichs Verlag.

Weitere Informationen finden sich auf der Website der Universitätsbibliothek und in der ›Virtuellen Ausstellung‹. Über die Hintergründe und mit der Ausstellung verbundenen Anliegen informiert auch ein mit Jürgen Franssen geführtes Interview im Blog der UB.

Ausstellung: 9. Mai 2018 – 10. Februar 2019

Universitätsbibliothek Heidelberg
Plöck 107-109, 69117 Heidelberg