Pirckheimer-Blog

Horst Hussel

Mi, 29.05.2024

Wolfgang Hilbig war einer der größten Dichter der letzten 50 Jahre. Die Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft ehrt ihn auch 2024. Zuletzt erschien Teil 7 seiner "Werke", deren Einbände Horst Hussel gestaltete.

Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft lädt an drei Hilbig-Orte ein

Er dürfte unter den deutschsprachigen Dichtern der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts einer der größten gewesen sein: Wolfgang Hilbig (1941–2007). In Meuselwitz geboren unter an sich den Künsten nicht unbedingt günstigen Sternen, entwickelte der über die Umwege Leipzig, Hanau, Nürnberg, Edenkoben schließlich nach Berlin gelangende, aber Zeit seines Lebens und Schreibens seiner sächsisch-ostthüringisch geprägten Geburtsstadt verbunden Bleibende, dessen Texte 2002 mit dem Peter-Huchel- und dem Georg-Büchner-Preis gekrönt wurden, ein fulminantes Werk. Gründend in der Lyrik, entstanden atemberaubende Erzählungen und Novellen, drei skurril-bedrückende Romane, auch Essays ... vor allem aber prägte Hilbigs Unbedingtheit und Hingabe an die Arbeit eine ganze Reihe ihn umgebende und ihm nachfolgende Dichter und Erzähler. Die Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft mit Sitz in Leipzig lädt nun zu einer Folge Veranstaltungen ein, die sich dem Meister widmen. Am 04. Juni wird es im Haus des Buches (Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig) um 19.30 Uhr ein Übersetzergespräch mit Bernard Banoun, der Professor an der Pariser Sorbonne ist und dessen Übertragung von Hilbigs Alter Abdeckerei im Frühling erschien ... sowie Tevfik Turan, der die Alte Abdeckerei ins Türkische übersetzte. Es moderiert Roberta Gado, auch sie Mitglied der WHG. Bereits am 02. Juni, dem Todestag des Dichters, trifft man sich um 14 Uhr zu einer poetischen Reverenz an Hilbigs Grab auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin. Dazu spricht Michael Ostheimer. Und am 03. Juni führt Volker Hanisch die Gäste durch Wolfgang Hilbigs Meuselwitz. Dabei wird auch der japanische Hilbig-Spezialist Hiroshi Yamamoto, der an der Universität Tokyo lehrt, erwartet. Weiter geht es am 13. Juni, wiederum in Leipzig: Im HdB liest Wilhelm Bartsch aus seinen neuesten Gedichten, die mehrere Reminiszenzen an W. H. enthalten. Beide Dichter waren eng befreundet. Und auch dür die Traditions-Lesung am Vorabend des Hilbig-Geburtstags ist gesorgt: Am 30.08. geben sich dort Nico Bleutge und José F. A. Oliver die Ehre. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 11.07.2023

Die allerneueste Ausgabe (1/2023) des "Palmbaum".

Jena: Im Zeichen des Palmbaums

Die Reise des Palmbaums anlässlich des 30. Geburtstags der im quartus-Verlag erscheinenden Literaturzeitschrift Thüringens unter der Ägide von Pirckheimer-Freund Jens-Fietje Dwars, der sich auch in der Redaktion der Marginalien und in der Gesellschaft überhaupt diverse Meriten erworben hat, geht weiter. Und gemäß dem Novalis-Wort: „Wo gehen wir denn hin? Immer nach Hause“, kehrt die Zeitschrift ab dem 14. Juli nicht nur an den Ort ihrer Entstehung zurück, sondern findet Obhut im Romantikerhaus der literatur- und geschichtsträchtigen Stadt Jena (Unterm Markt 12a, 07743 Jena). Zu Ehren des 30-jährigen Bestehens des Journals zeigt das ehrwürdige Haus eine umfängliche Kollektion an Ausgaben, vor allem aber auch Originale und Cover, die seit der Übernahme durch Dwars 2005 von einer Vielzahl illustrer Künstlerinnen und Künstler, darunter Baldwin Zettl, Angela Hampel, Ulrike Theusner, Karl-Georg Hirsch, Susanne Theumer und viele andere, geschaffen wurden. Auch kann Einblick in die jüngste Ausgabe genommen werden, dessen Einband von Dieter Goltzsche gestaltet wurde. Es werden Entwürfe und Künstlerbriefe, von Strawalde etwa, Volker Braun und Horst Hussel, zu sehen sein. Auch das Haus selbst, in dem einst Fichte lebte und in dessen Umkreis Klassik wie Romantik blühten, ist einen tiefen Blick wert, kulminierte doch um 1800 das literarische wie philosophische Leben in der seinerzeit ähnlich wie Weimar kleinen und doch gesegneten Stadt. Und auch heute, in der Gegenwart, vereinen sich im Palmbaum, wie es auch in der Einladung des Romantikerhauses heißt, „beste Grafik und Literatur“. Die Vernissage der Ausstellung beginnt am 14. Juli um 19 Uhr, es wird Wein zum Anlass gereicht, und es spielt zur Feier des Tages Jazzposaunist Frieder W. Bergner für die Protagonisten, Freunde und Gäste. Ein Fest für die Literatur und die Kunst. Die Ausstellung ist bis zum 05.11. zu sehen.

(André Schinkel)

So, 12.06.2022

Bibliophiles des Monats Dezember 2021, Ill.: Albrecht v. Bodecker

Ehrenvolle Auszeichnung

Unser lieber, herzlich verehrter Freund, der vielseitige Grafiker und Buchillustrator Professor Albrecht von Bodecker, seit 90 Jahren auf der Welt (siehe die typographische Beilage in Marginalien, Heft 244), seit 50 Jahren Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, wurde am 3. April 2022 in Hamburg mit der Hans-Meid-Ehrenmedaille für Illustration ausgezeichnet.

Die 1993 von Max Meid, dem Sohn des großen Malers und Illustrators Hans Meid (1883 - 1957), gegründete Hans-Meid-Stiftung fördert begabte Künstler und Studenten auf dem Gebiet der Buchgrafik und der Buchillustration durch regelmäßige Preis- und Förderpreisverleihungen für außergewöhnliche Illustrationswerke. Im Jahr 2022 wurde mit dem Hauptpreis, dem Hans-Meid-Preis, die Hallenser Grafikerin Claudia Berg ausgezeichnet.

Das herausragende Lebenswerk von Buchillustratoren würdigt die Hans-Meid-Stiftung mit der Hans-Meid-Ehrenmedaille. Die erste Ehrenmedaille erhielt 1997 Otto Rohse. Die Künstler, die seither mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet wurden, sind Bernhard Heisig, Kurt Löb, Horst Hussel, Nuria Quevedo, Hans Ticha, Tomi Ungerer, Karl-Georg Hirsch, Volker Pfüller und Klaus Ensikat. Wir gratulieren dem Empfänger der Hans-Meid-Ehrenmedaille im Jahre 2022, unserm lieben Pirckheimer-Freund Albrecht von Bodecker, herzlich zu der ehrenvollen Auszeichnung!

(Fritz Jüttner)

So, 04.11.2018

HOMMAGE AN SCHWITTERS

Zum ersten Todestag von Horst Hussel (18. November) erschien beim Pirckheimer Jens-Fietje Dwars in der Edition Ornament das Heft "BEGEGNUNGEN MIT KURT SCHWITTERS". 
Horst Hussel (1934-2017) war einer der letzten Dadaisten. Das Heft enthält seine Geschichten um Kurt Schwitters, der Lisbeth, Martha und anderen Damen als der fabelhafte Herr Kuwitter aus Revon erscheint. Nur zwei der neun „Doten“ sind zu Hussels Lebzeiten erschienen, alle anderen stammen aus seinem Nachlaß, ebenso die beiden Radierungen der Vorzugsausgaben sowie neun Fotografien von Dada-Objekten, von denen eine auch der Normalausgabe beiliegt.

350 num. Exemplare, 40 S., 14/20,5 cm, Handfadenheftung von Silke Steinhagen.
Eine montierte Zeichnung und neun Fotografien von Dada-Objekten.
Separat beiliegend das Hussel-Foto „100 000 000 Dada-Grüße“.
ISBN 978-3-943768-99-2
Normalausgabe: 19,90 EUR
Drei Vorzugsausgaben:
A = 10 Expl. mit beiden Radierungen und allen drei Fotografien: 170 EUR
B = 20 Expl: mit der Radierung „Herr Kuwitter“ + dem Foto „Hahn“ mit Phantasiegedicht: 80 EUR
C = 20 Expl. mit der Radierung „Lisbeth & Martha“ + dem Foto „Fisch“: 80 EUR
Die Radierungen wurden von Manfred Wolf (Berlin) gedruckt und mit Hussels Stempel versehen.

Weitere Informationen: edition-ornament.de/...

Mo, 28.08.2017

Klaus Ferentschik - Bisquitkrümel

Das Herbstprogramm der PalmArtPress startet mit der ersten Veranstaltung am Sa. 9. September mit der Vorstellung der Neuerscheinung "Bisquitkrümel". Es wird von Klaus Ferentschik (Lesung) und Horst Hussel (Ausstellung) präsentiert. "Musica Responsa" (Heidemarie Wiesner, Klavier, und Waltraut Elvers, Bratsche) werden den Abend umrahmen - natürlich wartet hinterher wieder ein Buffet inklusiv Getränke auf die Teilnehmer.

Bei diesen Bisquitkrümeln handelt es sich um 77 literarische Miniaturen bzw. Mikroromane; so kurz, dass es kürzer kaum geht und trotzdem alles darin steht. Ohne Scheu erzählen sie – auf teils humorvolle, teils aber-, für- & irrwitzige, teils traurige, teils ironische, teils sarkastische, teils vulgäre, teils mörderische (u. v. m.) Weise – von vorstellbaren und unvorstellbaren Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der erdenklichen und unerdenklichen Art. Die sie illustrierenden Tuschezeichnungen hat Horst Hussel eigens dafür geschaffen.

ISBN: 978-3-941524-93-4 | Miniaturen | 90 Seiten | Klappenbroschur | € 20

Vorzugsausgabe mit Radierung von Horst Hussel | Auflage 33 Exemplare | € 70

PalmArtPress | Pfalzburger Str. 69, 10719 Berlin

Mi, 19.07.2017

Horst Hussel, für die Pirckheimer-Gesellschaft, 2017

Eine Graphik von Horst Hussel für die Pirckheimer

Horst Hussel schuf exklusiv für die Pirckheimer-Gesellschaft eine Graphik in einer Auflagenhöhe von 75 Exemplaren, die u.a. an Pirckheimer abgegeben wird, welche neue Mitglieder werben. Es werden zu diesen Zweck weitere Graphiken von anderen Künstlern folgen und hier vorgestellt.

Diese und weitere Graphiken können auch käuflich erworben werden, Anfragen bitte an die Pirckheimer-Gesellschaft.