Pirckheimer-Blog

Der "Hans Meid Preis" in der Kategorie "Hauptpreis" geht in diesem Jahr zu je gleichen Teilen an Petra Schuppenhauer ("Infantin am Boden") aus Leipzig und Jakob Hinrichs (aus "Traumnovelle") aus Berlin.
Di, 23.07.2024

Hans-Meid-Preis: Hauptpreise für P. Schuppenhauer und J. Hinrichs

Die Jury der Hans Meid Stiftung hat in ihrer Sitzung am 27. April entschieden, den Hans Meid Preis für das Jahr 2024 in der Kategorie Hauptpreis zu gleichen Teilen der in Leipzig lebenden und arbeitenden Petra Schuppenhauer und Jakob Hinrichs aus Berlin zuzuerkennen. Dies ist der Pressemitteilung auf der Webseite der HMS samt einem Portfolio beider Geehrter zu entnehmen. 

Mit Petra Schuppenhauer, 1975 in Hamburg geboren, zeichnet die Hans Meid Stiftung eine der wohl bedeutendsten Holzschneiderinnen der Gegenwart aus. Ihre flirrenden, vielfarbigen und zum Teil gigantischen Holzschnitte in der verlorenen Form zeugen von einer hohen Kunst des Schneidens und Arrangierens auf den Platten, einem extrem sensiblen Farbgefühl und einer damit ganz eigenen unverwechselbaren Bildsprache. Immer wieder lässt sie sich auch zeichnerisch auf unterschiedlichste Literatur etwa von Hans Christian Andersen oder Kurt Tucholsky ein, wiederholt sich nicht und gibt damit jedem Text eine ganz eigene persönlich-gestalterische Aussage.

Jakob Hinrichs, Jahrgang 1977, überzeugte die Jury durch seine innovativen Übersetzungen literarischer Werke in gestalterisch anspruchsvolle Graphic Novels. Mit Traumnovelle von Arthur Schnitzler, Der Trinker von Hans Fallada und Draußen vor der Tür von Wolfgang Borchert hat Jakob Hinrichs Meisterwerke dieses Genres geschaffen. Durch kongeniale Zeichnungen sowie eine expressive Bildsprache mit starker Farbgebung, den kraftvollen Einsatz von Typographie und einer dynamischen visuellen Dramaturgie sind ihm beeindruckende Gesamtkunstwerke von Text, Illustration und Buchgestaltung gelungen. Die Hauptpreise sind je mit 10.000 Euro dotiert.

Vorstand und Kuratorium der Hans Meid Stiftung freuen sich, mit Petra Schuppenhauer und Jakob Hinrichs zwei ganz unterschiedliche Künstler auszeichnen zu können und damit die Bandbreite aktueller Illustrationskunst mit außergewöhnlicher illustratorischer Leistung vor Augen zu führen.

(André Schinkel/Hans Meid Stiftung/Pressemitteilung)

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