Unter diesem Motto steht eine Ausstellung der Graphikfolge der russischen Graphikerin und Exlibris-Künstlerin Elena Kiseleva in Schmetterlingshorst .
Die Idee zu diesem Projekt ist der alte Menschheitstraum von Utopia, wo Menschen, Tiere und Natur friedlich und glücklich zusammenleben können. Da dieses Land überall und nirgends sein kann, sind die Motive aus Fantasie und Realität konstruiert, die man durchaus als „Architekturmeditation“ bezeichen kann.
Die Stärke der Künstlerin zeigt sich in den Verbindung eines kühlen Konstruktivismus mit dem malerisch Traumhaften in ästhetischer Schönheit. Ihre Stadtansichten wie Wiesbaden, Biostadt oder Stadtstilleben zeigen akribisch gezeichnete Architektur. Doch überzieht diese architektonische Genauigkeit ein Hauch lyrischer Unwirklichkeit. Kiselevas Fliegende Fische, ihr Yellow Submarine und andere Werke haben einen Touch zärtlicher Verspielheit. Obwohl sich an Bildern von Lionel Feininger und Paul Klee orientierend, zeigt die Künstlerin eine absolut eigenständige, aparte Individualität.
Elena Kiseleva ist Mitglied Exlibrisgesellschaften St. Petersburg und Deutschlande. 1997 gewann sie einen belgischen Exlibriswettbewerb.
Vernissage: 22. April 2018, 17 Uhr, einleitende Worte: Dr. Gregor Gysi, Musik: Ulrike Fieguth (Akkordeon)
Ausstellung: 23. April - 24. Juni 2018
Schmetterlingshorst
Zum Schmetterlingshorst 2, 12559 Berlin