Der Georg-Büchner-Preis des Jahres 2024 geht an Oswald Egger. Der aus Südtirol stammende Dichter, der die Staatsbürgerschaften Deutschlands, Österreichs und Italiens besitzt, wird zu Anfang November in der Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt mit dem renommiertesten deutschen und mit 50.000 Euro hoch dotierten Literaturpreis geehrt. Die Akademie-Jury ehrt unter anderem den völlig eigenen Umgang Eggers in der Beschreibung der Natur und ihrer Prozesse, was ihn zu einem der führenden Vertreter des gegenwärtig beachteten Nature writing in der Lyrik. Der 1963 in Tscherms in der Nähe von Meran geborene Egger publiziert seine Werke vorwiegend beim Berliner Suhrkamp-Verlag, zahlreiche kleinere Verbünde und Zyklen seiner Texte erschienen auch bibliophil und in schönen Ausgaben in kleineren Editionshäusern. Die Kritik lobt dabei Oswald Eggers Changieren in der Sprache, die einen weiten Bogen zwischen Dichterpriestern wie Hölderlin und Rilke und zugleich Sprachneuerern wie Ernst Jandl oder Friederike Mayröcker aufspannt.
(André Schinkel/Pressemitteilung)