Für viele Künstlerinnen und Künstler stellt die eigene Büchersammlung eine wichtige Arbeitsumgebung und Inspirationsquelle dar. Die persönliche Bibliothek als bevorzugte Werkstatt von Kunstschaffenden steht im Fokus der Ausstellung „Erlesene Bibliotheken – Artists’ Libraries“, die ab dem 5. Mai am Pariser Platz gezeigt wird.
Ausgewählt aus über 300 persönlichen Bibliotheken, die sich im Besitz der Akademie befinden, werden wertvolle Bücher, Unikate und Rara, unter anderem aus dem Nachlass von Heinrich Mann, George Grosz, Bernhard Minetti und Christa Wolf, ausgestellt. Darunter befinden sich annotierte Exemplare, Künstlerbücher, zensierte Drucke, bibliophile Werke in Kleinstauflagen und Samisdat-Produktionen. Lesespuren wie Anstreichungen und Kommentare zeugen von intensiven Auseinandersetzungen, Widmungen lassen künstlerische Netzwerke erkennen, Bucheinlagen fungieren als Zeitkapseln.
(Susanne Thier, Leiterin der Bibliothek)
5. Mai bis 16. Juni 2019, Di–So 11–19 Uhr,
Führungen: mittwochs 17 Uhr und sonntags 12 Uhr
Akademie der Künste
Pariser Platz 4, 10117 Berlin