Die Katze des Rabbiners. Joann Sfar – Zeichnen und Leben, die neue Ausstellung des Comic-Stars im Stadtmuseum Erlangen ist seit dem 30. Mai und noch bis zum 01. September zu sehen. Ja, in seiner französischen Heimat ist Joann Sfar ein wahrer Star. In seinen Erzählungen tummeln sich Vampire und Seeräuber, der kleine Prinz und der mystische Golem, der Maler Marc Chagall und der Sänger Serge Gainsbourg. Mit markantem Strich entführt Sfar seine Leserinnen und Leser in die jüdische Kultur Frankreichs, Osteuropas und Algeriens – so auch in seinem bekanntesten Werk, der Comic-Reihe Die Katze des Rabbiners, die im Mittelpunkt dieser Ausstellung steht. In der Zeichnung hat Sfar eine Art gefunden, die Welt zu entschlüssen und ein einzigartiges Universum zu schaffen. Als unermüdlicher Arbeiter hat er seine Kunst zu einer „Wissenschaft des Menschen“ gemacht. Themen wie Freundschaft, Kindheit, Sexualität und Stigmatisierung verwebt er mit seiner eigenen jüdischen Identität, die er mehr kulturell als religiös begreift. In enger Kooperation mit dem Internationalen Comic-Salon und dem mahJ Paris präsentiert das Stadtmuseum Erlangen die erste Joann-Sfar-Werkschau in Deutschland. Anhand von über 200 teils bisher unveröffentlichten Originalseiten und Skizzenbüchern, Fotografien und Filmen zeichnet die Ausstellung den Werdegang und die Arbeitsweise eines außergewöhnlichen Künstlers nach. Im Rahmen des Comic-Salons wurde Joann Sfar Anfang Juni außerdem mit dem Max und Moritz-Sonderpreis für sein herausragendes Lebenswerk ausgezeichnet. Die Ausstellung wurde konzipiert vom Musée d’art et d’histoire du Judaïsme, Paris. Die Kuration für die Exposition lag bei Clémentine Deroudille und Thomas Ragon. Alle weiteren Informationen finden sich auf der Webseite des Stadtmuseums.
(André Schinkel/Pressemitteilung)