Der DEG-Vorstand wollte auf der Jahrestagung 2020 das langjähriges Mitglied Heinz Decker für seine herausragenden Verdienste um das Exlibris und um die Deutsche Exlibris-Gesellschaft auf besondere Weise mit einer Ehrenmitgliedschaft würdigen. Da die Tagung Corona-bedingt leider abgesagt werden musste, eine Ehrung in großem gesellschaftlichem Rahmen zurzeit also nicht möglich ist, wird diese nun auf unkonventionellem Wege vorgenommen.
DEG-Mitglied seit 1992, fungierte Heinz Decker bereits ein Jahr darauf als Rechnungsprüfer und übte dieses Amt bis zum Jahr 2000 aus.
Im Jahr 2000 wurde Heinz Decker zum ersten Mal als Redakteur des Jahrbuchs in den DEG-Vorstand gewählt und hat das Amt bis 2012 ausgeübt. Zu den herausragenden Veröffentlichungen in dieser langen Reihe zählte sicher das Jahrbuch 2004, das der „Jüdischer Kultur und Exlibriskunst“ gewidmet war.
Nach diesem Jahresdutzend als Jahrbuchherausgeber wurde Heinz Decker für vier weitere Jahre in den Vorstand gewählt und nach 16-jähriger Vorstandsarbeit in den DEG-Beirat berufen, wo er der DEG als Beiratsmitglied bis 2020 diente. Parallel betreute er von 2012 bis 2019 die Homepage der Gesellschaft, der er bis heute mit gelegentlichen Beiträgen verbunden geblieben bist.
Über diese DEG-bezogenen Tätigkeiten hinaus hast Du die Exlibriswelt als überaus produktiver Autor einer kaum überblickbaren Anzahl an Schriften bereichert, worunter sich mindestens sechs Bücher und Kataloge befinden. 2006: Von Johann Baptist Fischart bis Ernst Jünger – Dichterexlibris (Schätze der Exlibriskunst, Bd. 5); 2009: Bühnen-Bilder. Exlibris rund ums Theater (mit Ulrike Ladnar); 2010: Exlibris zum Friedrichshagener Dichterkreis (mit Ulrike Ladnar); 2014: Totentanz und Kleine Randbemerkungen zum Krieg – Die Kriegsvisionen von Michel Fingesten; gleichfalls 2014: Deutsche Exlibriskunst. Vom Jugendstil bis heute; 2020: Water, water everywhere (mit Ulrike Ladnar).
Neben diesen Veröffentlichungen steht eine immense Anzahl von Aufsätzen und Artikeln, die für deutsche, schweizerische, österreichische, englische Zeitschriften, Magazine und Jahrbücher geschrieben wurden, und eine gleichfalls große Anzahl von Beitrags-Übersetzungen vom Englischen ins Deutsche und umgekehrt,
Seine Arbeit als Autor, in der er sich längst nicht nur, aber doch immer wieder, mit literarischen Themen befasst hast, zeichnet sich in hohem Maße durch sachliche Kompetenz aus. Dabei zieht sich seine Fähigkeit, komplexe Sachverhalte und neue Erkenntnisse auf unserem Gebiet wissenschaftlich anspruchsvoll und fundiert, aber dennoch allgemein verständlich und anregend zu präsentieren, wie ein roter Faden durch Dein Werk.
2016 erhielt Heinz Decker für seine vielfältigen einschlägigen Verdienste die Walter-von-Zur-Westen-Medaille.
(nach der Laudatio von Henry Tauber)