Pirckheimer-Blog

"Das Unikat als Buch": noch bis 11. Juni in Neukölln.
Sa, 03.06.2023

Das Unikat im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit

Noch bis zum 11. Juni ist der zweite Teil der von Deborah S. Philipps kuratierten Ausstellung Das Unikat im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit im Kunstverein Neukölln zu sehen. Part II geht wie der erste Teil dem Thema „Drucktechniken und Unikat“ nach, einem in der Technik des Druckens enthaltener Widerspruch: Ist die makellose Wiederholung des Gleichen das Ziel oder der Moment des Entstehens inklusive aller möglichen Zufälle? Sechs Künstler*innen aus dem Berliner Raum versuchen darauf Antwort zu geben. Christine Guth trägt ihre Überlegungen zur Wohnungsnot in Rot-Schwarz vor. Ihre Plakate kommen zwar als gerahmte und gebundene Unikate daher, sind aber von der Intention als eine Auflage zu denken. Esther Horn stellt ihre Arbeiten in Glasvitrinen dem Besucher in den Weg. Ihre Leporellos mit zarten Zeichnungen zeigen urbane Plätze im Vergleich. Christoph Damm stellt neben seinem ersten Buch Siebdrucke vor, James Edmonds lädt in seiner Installation zum Blättern in Notiz- und Skizzenbüchern ein. Und: Wie eine Art Spange verbinden die räumlichen Arbeiten von Constanze Kreiser die Ausstellungsräume. Ein Leporello im Siebdruck begleitet in die Ausstellung und lenkt den Blick auf ein fragiles Faltwerk im Nebenraum und gleichsam auf ein Konvolut Papierkugeln, aus eingesumpften Büchern hergestellt. Zur Finissage ist es möglich, die Ausstellenden ab 19 Uhr zu Künstlergesprächen zu treffen. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Dieser Blog enthält Informationen für die Pirckheimer-Gesellschaft und andere Bibliophile. Um in diesem Blog etwas zu veröffentlichen, können Sie Ihren Beitrag auch an blog@pirckheimer-gesellschaft.org senden. Falls es Probleme bei der Anzeige älterer Posts gibt, wechseln Sie bitte auf https://pirckheimer.blogspot.com.
(Alle Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt!)

Blog abonnieren