Am Mittwoch, den 31. Januar um 19 Uhr, hält Adela Sophia Sabban einen Vortrag über Christoph Meckel (1935–2020) und die Eremiten-Presse (bis 2010) in der Landesbibliothek Oldenburg. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung „… heute Nacht fangen wir mit dem Drucken an.“ Der Verleger, Autor und Schlossherr V. O. Stomps statt, die noch bis einschließlich 26. Februar zu sehen ist. „Meckels faszinierende Eigenart ist es, daß er in singulärer Weise seine Dichtung und seine Graphik nebeneinanderstellt und ineinanderführt“, so hieß es in der Begründung der Jury, die den Antiquaria-Preis 2020 dem Schriftsteller, Grafiker und Zeichner verlieh. Weit über hundert Bücher hat Meckel veröffentlicht, viele davon stattete er mit eigenen Grafiken aus. Seine Bücher erschienen in verschiedenen Verlagen, doch die Zusammenarbeit mit einem Verlag sticht durch ihre Dauer heraus: die mit der Eremiten-Presse. Sie reicht von 1958, als V. O. Stomps Meckels zweiten Gedichtband druckte, bis zum Jahr 2000, in dem Meckels dort letzter Band bei Friedolin Reske und Jens Olsson erschien. Die Ausstellung in der Landesbibliothek Oldenburg zeigt mehrere der vielgestaltigen und schönen Bücher, die Meckel bei den ‚Eremiten‘ herausgab. Kurz vor seinem Tod schrieb Christoph Meckel noch das Vorwort zum ersten Band der Werkausgabe von Victor Otto Stomps, die 2020 im Frankfurter Dielmann Verlag erschienen ist. Gegliedert in fünf morgendliche Begrüßungen an den Verleger und Schriftstellerkollegen Stomps beschreibt Christoph Meckel hier die langjährige Zusammenarbeit der beiden Künstler in der Eremiten-Presse. Die Ausstellung endet am Finissage-Tag mit einer Lesung des gleichsam legendären Verlegers Michael Krüger aus seinem aktuellen Buch Verabredung mit Dichtern. Erinnerungen und Begegnungen und einem Gespräch mit Stephan Müller-Doohm und Wolfgang Schopf. Weitere Infos: www.lb-oldenburg.de.
(André Schinkel/Pressemitteilung)