Christine Becker, Witwe von Jurek Becker, besuchte heute die Bücherkinder Brandenburg, 12 Kinder, die sich mit ihrem Mentor Armin Schubert in ihrem aktuellen Buchprojekt mit der Kindheit von vier deutschen Autoren beschäftigen: Günter Grass, Christa Wolf, Franz Fühmann und eben Jurek Becker.
Dieses neue Buchprojekt der Bücherkinder wird mit Werken von Klaus Süß, Moritz Götze, Rainer Ehrt, Sven Großkreutz und Katrin Stangl begleitet.
Christine Becker schilderte anschaulich die drei Lebensetappen von Jureks Kindheit, der nach glücklicher Zeit als Kleinkind mit 2 ½ Jahren ins Ghetto kam und mit 5 Jahren nach einer anschließenden Lagerinternierung schwer krank ins befreite Berlin, erst dann Kind sein durfte und Deutsch lernte. Er machte, obwohl selbst sich an nichts erinnernd, diese Zeit zu seinem Thema, für ihn eine Herausforderung, für die Deutsche Nachkriegsliteratur und die Aufarbeitung des Faschismus ein Glücksfall, der nunmehr Gegenstand der verdienstvollen kulturpädagogischen Arbeit mit den Bücherkindern Brandenburg wurde, unterstützt auch durch die Pirckheimer-Gesellschaft.