Sie sind hier

Buch des Monats

Pirckheimer-Blog

Buch des Monats

Do, 01.03.2018

Emils blaue Augen

Sabine Golde und Christiane Baumgartner, heute beide arrivierte Künstlerinnen, schufen für ihre Diplomarbeit 1994 ein raumgreifendes Buchobjekt von Kurt Schwitters‘ grotesker Erzählung „Emils blaue Augen“. Die Geschichte von Verlust und Wiedererhalt des blauen Auges, in der die zänkische Ehefrau und ein bildschönes Mädchen Akzente setzen, ist als „kleiner MERZ-Raum“ inszeniert.

2. März 2018, 16 Uhr

Klingspor-Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Sa, 27.01.2018

Mots d´animaux. Virginia Arraga de Malherbe. Lyon 2015 © Klingspor Museum Offenbach

Das erzählende Material

PARATEXTUALITÄT IM AKTUELLEN KINDERBUCH

Das Bilderbuch nutzt die verschiedensten Arten der Mitteilung. Oft ist etwas zu lesen, daneben ist aber auch ebenso viel zu schauen, zu fühlen, zu bewegen oder gar zu riechen. Viele Ebenen der Rezeption spielen zusammen zu einem Verständnis des Ganzen. Die Gesamtheit der Signale, die einen literarischen Text begleiten, bezeichnet Gèrard Genette in seiner Publikation ‚Palimpseste. Die Literatur auf zweiter Stufe‘ (1982) als Paratext. Damit sind verbale Begleiterscheinungen wie Titel, Fußnoten, Anmerkungen ebenso gemeint wie nonverbale, also Illustration, Typografie und Materialität eines Buches. Am Beispiel neuer Bilderbücher zeigt Dorothee Ader im Buch des Monats Februar die vielgestaltigen Möglichkeiten auf, paratextuelle Elemente als Schlüssel zum Verständnis zu begreifen. In einer bunten Auswahl aktueller Bilderbücher wird die Freude am Material und der Gestaltung aufgezeigt, die das Kinderbuch auf unterschiedlichsten Ebenen des Verstehens zugänglich macht.

2. Februar 2018, 14 Uhr

Klingspor Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Do, 21.12.2017

Lederkassette von Ignatz Wiemeler, Foto © Rosita Nenno

Ignatz Wiemeler, Meister der Einbandkunst

Ein Schatzkästlein. Vortrag von Helga Horschig

Ignatz Wiemeler (1885 – 1952) war einer der großen Meister der Einbandkunst. 1921 wurde er an die Kunstgewerbeschule Offenbach berufen. Er gehörte zu den Begründern der Vereinigung Meister der Einbandkunst und hatte von 1925 - 1945 eine Professur an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig inne, im Anschluss wechselte er an die Landeskunstschule Hamburg, wo er bis zu seinem Tod blieb. Zu den besonderen Preziosen gehört eine Lederkassette mit Beiträgen der Lehrkräfte der Leipziger Hochschule zum 50. Geburtstag von Walter Tiemann.

5. Januar 2018, 14 Uhr

Klingspor Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Mo, 02.10.2017

Gottfried August Bürger: Wunderbare Reisen … des Freiherrn von Münchhausen. Mit Illustrationen von Bernhard Jäger. Büchergilde Gutenberg, 1994. Foto: Klingspor Museum Offenbach

Von abenteuerlichen Fischen und Kreaturen der Tiefsee

Am Freitag gibt es Fisch – so ist das auch im Klingspor Museum und so handelt das Buch des Monats am kommenden Freitag von einem Butt, einer Flunder und anderen abenteuerlustigen Fischen.

Eine Präsentation von Stephanie Ehret-Pohl. Vorgestellt werden ein abenteuerlustiger Hecht aus dem wunderbaren Buch „Le brochet“ (Robert Desnos, Daniel Levigoureux), „Pet, der Fisch“, eine Bildgeschichte mit Holzstichen von Otto Rohse, „Die gebratene Flunder“ des Patio Verlags und der Butt aus Philipp Otto Runges Märchen „Von dem Fischer un syner Fru“, zauberhaft illustriert von Marcus Behmer. Mit dem Pop-up-Buch „Tout au fond“ von Philippe Ug gibt es außerdem einen Ausblick auf die kommende Kinderbuchausstellung, deren Schwerpunktthema französische Kinderbücher sind.

Übrigens findet man das Klingspor-Museum und die Freunde des Museums auch wieder auf der Frankfurter Buchmesse: vom 11. bis 15. Oktober in Halle 4.1 am Stand N14.

6. Oktober 2017, 14 Uhr

Klingspor Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Sa, 01.07.2017

Paul Stein, Roman © Klingspor Museum Offenbach

Schreiben – Zeichen von Macht und Ohnmacht

„Was auf dieser blauen Tafel Gott mit seinem Finger schrieb… “ . Von dieser Passage aus Calderons (1600-1681) „Das Leben ist ein Traum“ sollen alte und ganz neue Werke der Sammlung des Klingspor Museums angeschaut und erörtert werden. Beweggründe des Schreibens werden deutlich, die weiter reichen als eine Sequenz lesbarer Sätze. Die Einheit (Nikolaus von Kues) gegensätzlicher Äußerungsformen von Wort und Bild stimuliert die Wahrnehmung von Inhalt und Form, von IN_FORM_ation. Angesehen werden Werke von Christine Hartmann, Eva Aschoff, Jean Dubuffet, Georges Braque, Rudo Spemann, Daniel Ben Hur, Pablo Picasso, Paul Stein.

7. Juli 2017, 14 Uhr

Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Mi, 31.05.2017

Antoni Tàpies und die Lithographie

Antoni Tapies, Pere Gimferrer, La Clau del foc © Simon Zirkunow
Vier blutig rote Striche auf gelbem Grund, ein Handabdruck mit Kraft auf die Druckvorlage gepresst, ein rotes Kreuz auf gerissenem Papier – der Ausdruckskraft und Experimentierfreude des katalanischen Malers Antoni Tàpies (1923 – 2012) sind kaum Grenzen gesetzt. Drei seiner Künstlerbücher, die geprägt sind von unbändiger Freude an reliefartigen Oberflächen und haptisch interessanten Materialien und die dabei die Möglichkeiten der lithographischen Technik ausreizen, werden von Dr. Dorothee Ader vorgestellt. Die zum Teil politisch motivierten Arbeiten klagen daneben die Unterdrückung der katalanische Identität, Sprache und Kultur unter der Diktatur Francos an.

2. Juni 2017
Eintritt: 4 €, Mtgl. 2 €

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Mi, 03.05.2017

Chronik eines Skandals. Toulouse-Lautrec und der PAN

Henri Toulouse-Lautrec, Mlle Lender, en buste © Simon Zirkunow
Beim Buch des Monats im Klingspor Museum geht es um die Chronik eines Skandals. Eine entblößte Dame und die Wirkung, die sie auf die Kunstwelt hatte, stellt Nina Mößle im Klingspor Museum vor. Die Veröffentlichung der Lithografie „Mademoiselle Lender, en buste“ des Pariser Ausnahmekünstlers Henri Toulouse-Lautrec im Pan 1895 stieß im Aufsichtsrat der Berliner Zeitschrift auf Unmut und hatte das Ausscheiden des jungen Julius Meier-Graefe aus der Redaktion zur Folge. Wer die abgebildete Mademoiselle war, woran der Aufsichtsrat Anstoß nahm, welche Rolle Julius Meier-Graefe für die zeitgenössische Kunst im Weiteren noch spielen sollte und welche Konsequenzen das Zerwürfnis für die Zeitschrift hatte – all das erläutert Nina Mößle anhand der fünf großen Bände des Pan aus der Karl Klingspor Sammlung.

5. Mai 2017, 14 Uhr

Eintritt: 4 €, Mtgl. 2 €

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Do, 30.03.2017

© Tanja Leonhardt

Tanja Leonhardt, Scherbenzeit

"Scherbenzeit" - Dieses Künstlerbuch thematisiert die persönliche Handschrift im Zeichen von Bewahren und Vergänglichkeit. Im Klingspor-Museum wird die Schriftgrafikerin und Künstlerin Tanja Leonhardt ausgehend vom Konzept dieses Buches ihren besonderen Zugang zur Schrift und insbesondere zur Handschrift erläutern, dessen Fundament an ihrer Ausbildungsstätte, dem Fachbereich Bildende Kunst der Universität Mainz, gelegt wurde. Wir erfahren mehr über den Geist der "Mainzer Schule" und ihre Lehrer, insbesondere Franz Müller und Pamela Stokes.

Mo, 19.12.2016

Leidenschaftlich: Bilderbücher. Die Illustratorin Helga Ban

Helga Bansch, Frau Bund und Hund,
Verlag Jungbrunnen
1957 im österreichischen Leoben geboren, nach 25 Jahren als Volksschullehrerin nun seit 2003 ganz als freischaffende Künstlerin auf das Kinderbuch konzentriert, sieht sich Helga Bansch in ihrer illustratorischen Arbeit als „wohlwollende Beobachterin“. Dieses Wohlwollen und die Freude, für Kinder künstlerisch zu arbeiten, merkt man ihren zahlreichen Publikationen an, für die sie bereits zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Für das Bilderbuch „Die Rabenrosa“, dessen Text ebenfalls von ihr stammt, erhielt sie unter anderem den Evangelischen Buchpreis 2016. Im Rahmen der Preisverleihung fand eine Lese- und Workshop-Reise mit ihr statt, in der sie freimütig über ihre Arbeitsweise und Intensionen sprach. Helga Horschig berichtet über das Zusammentreffen mit der Künstlerin und zeigt ausgesuchte Bilderbücher aus ihrer Hand.

6. Januar, 14 Uhr
Eintritt: 4 €, Mtgl. 2 €

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach


Do, 01.12.2016

Buch des Monats

 L`alphabet est une caille rotie /
Das Alphabet ist eine gebratene Wachtel
Hommage a Paul Stein / 1949 - 2004
Paris/Mainz, 2004
Die Wahrheit im Buch – was heißt das? Versuch einer Betrachtung in Bild und Schrift. Ausgangspunkt des Vortrags ist jener Schriftzug, der als Motto des Klingspor Museums seinen Stand auf der diesjährigen Buchmesse ausstattete. Wohin führt die Überlegung zur Aussage von der Wahrheit im Buch, wenn man sie in Bildern und Textstellen sucht? Zu Bildern aus Spätmittelalter und Barock in den Nationalgalerien in Berlin und London, zu Band 50 der 90 Skizzenbücher von Paul Stein, zu den leergeschnittenen Taschenbüchern von Corinna Krebber. Und natürlich zu der Frage, was das Buch heute als Wahrheitsträger noch leistet.

2. Dezember, 14 Uhr
Eintritt: 4 €, Mtgl. 2 €

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Fr, 04.11.2016

Добрый день und Guten Tag!

Im November präsentiert das Klingspror Museum in verschiedenen Veranstaltungen Werke aus der Ausstellung „rundUmschlag. Die Vielfalt russischer Buchkunst“.
Am Sonntag gibt es um 11:30 Uhr eine Führung durch die Ausstellung. „rundUmschlag“ der Sammlung Albert Lemmens und Serge-Aljosja Stommels schlägt einen Bogen von der Avantgarde Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Kuratiert von Studierenden der Goethe Universität Frankfurt unter Leitung von Dr. Viola Hildebrand-Schat.
Um 15 Uhr: Ring … Mein Telefon – Eine russische Kindergeschichte in Reimen. Für Kinder von 7 – 12 Jahren. Was bestellen Tiere am Telefon? Das russische Kinderbuch wird von Studenten der Kunstgeschichte zweisprachig vorgelesen und gemeinsam mit den Kindern entdeckt.
Die Ausstellung endet am 20. November mit Führung und russischem Abend, den Besucher erwarten russische Lieder und Texte, Tee aus dem Samowar und Naschereien.

6. November 2016

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Di, 04.10.2016

Kate Steinitz

Kate Steinitz. Avantgarde Künstlerin, Emigrantin, Kunsthistorikerin. Ein außergewöhnliches Leben.
Kate Steinitz, Billy. Originalentwurf. ca 1936
Aus Anlass des 100jährigen Bestehens der Synagoge in Offenbach stellt das Klingspor Museum Werke mit jüdischem Bezug aus seinen Beständen. Martina Weiß beleuchtet Leben und Werk der jüdisch-stämmigen Künstlerin Kate Steinitz. Steinitz war eine enge Freundin Kurt Schwitters‘, mit dem sie zusammen dadaistische Kinderbücher schuf. Ihr Haus in Hannover war der Treffpunkt vieler avantgardistischer Künstler. Heute ist die Künstlerin kaum noch bekannt. Zwei Gründe mögen eine größere künstlerische Entfaltung ihrer vielseitigen Talente verhindert haben, zum einen, dass sie eine Frau war und zum anderen, dass sie als Jüdin in die Emigration gezwungen wurde. Im amerikanischen Exil machte sie sich später einen Namen als Leonardo da Vinci Expertin. Mit dem Originalentwurf eines unveröffentlicht gebliebenen Kinderbuchs übereignete die Künstlerin dem Klingspor Museum eine besondere Kostbarkeit.

7. Oktober, 14 Uhr
Eintritt: 4 Euro, Mitglieder: 2 Euro

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Di, 26.07.2016

New American Haggadah

Helga Horschig stellt die „New American Haggadah“ vor, eine Neuerscheinung aus dem Jahr 2012. In einem Internet-Blog heißt es dazu: „Jonathan Safran Foer, Nathan Englander, Jeffrey Goldberg, Lemony Snicket, Rebecca Newberger Goldstein und Nathaniel Deutsch: Das könnte das "Who is Who" der modernen jüdischen US-amerikanischen Intellektuellen sein und das ist es vermutlich auch. Gemeinsam haben sie aber eine neue Haggadah herausgebracht, die New American Haggadah. Mit Oded Ezer kommt noch ein innovativer israelischer Typograph hinzu. Zugleich ist es eine Haggadah, die den traditionellen Text mitbringt, ihn jedoch mit modernen Elementen verschmilzt und über die Typographie eine starke gestalterische Gewichtung erhält. Es hat den Anschein, als sei für alle etwas dabei: Für die jüdischen Hipster, für die Literaturbegeisterten, die Design-Interessierten, für die Orthodoxen, für die Liberalen oder einfach nur für alle, die sich intellektuell mit der Geschichte auseinandersetzen wollen, die zum Seder erzählt wird. Jedenfalls ein gutes Beispiel dafür, was alles machbar ist und über welche Wege man sich dem Thema annähern kann.“– Gezeigt werden auch weitere Haggadot aus der Sammlung des Klingspor Museums.

Buch des Monats: 5. August 2016, 14 Uhr
Eintritt: 4 Euro, Mitglieder: 2 Euro

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Mo, 25.07.2016

Nante Strumpf’s hinterlassene Papiere,

herausgegeben von und zum Besten seiner strumpflosen Familie von Johann Edmüller

Theodor Hosemann - Berliner Eckensteher,
aus: Adolf Glassbrenner: Berlin wie es ist und -
trinkt. 1834-1848
Mit dem aktuellen Buch des Monats des Greizer Sommerpalais wird eine literarische Kleingattung aus der Zeit zwischen 1832 und 1850 vorgestellt. Heute kaum mehr bekannt, erfreute sich die so genannte Eckensteherliteratur im biedermeierlichen Deutschland des Vormärz weiter Verbreitung.
Den Anfang machte Adolf Glaßbrenners Heft Eckensteher, das im November 1832 in der Reihe Berlin wie es ist und – trinkt erschien und innerhalb weniger Tage vergriffen war.
Schon Ende Dezember desselben Jahres folgte ein inhaltlich an Glaßbrenner angelehntes Theaterstück aus der Feder des Komikers Friedrich Beckmann. Mit der Übernahme einer Figur aus Carl von Holteis Trauerspiel in Berlin schlug damit die Geburtsstunde des idealtypischen berlinischen Eckenstehers: Nante Strumpf. In den folgenden Jahren entstanden viele weitere literarische Texte, Theaterstücke und Graphiken, Nante fungierte sogar als Fremdenführer durch Berlin. Der Siegeszug dauert bis zur Revolution 1848/1849, danach wurde es still um Nante Strumpf.
Eine der zahlreichen Nachahmungen schuf der Schauspieler Johann Edmüller (1810–1856) mit der 1838 begründeten Reihe Nante Strumpf’s hinterlassene Papiere, herausgegeben von und zum Besten seiner strumpflosen Familie. Bis 1842 erschienen sieben kleinformatige Hefte. Von diesen befinden sich drei im Bestand der Fürstlichen Hofbibliothek. Es handelt sich um die Bände Maskenball im Colosseum (II), Nante Strumpf’s Weltgang (IV) und Nante Strumpf’s Künstlerleben (V).
Der dritte Band enthält eine Lithographie mit Szenen aus den ersten drei Bänden. Der Abbildung diente eine Zeichnung des Künstlers Theodor Hosemann (1807–1875) als Vorlage.

Mi, 01.06.2016

Buch des Monats und weitere Buchschätze des Klingspor Museums

Von Alef bis Tav
Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Synagoge in Offenbach werden in der Reihe „Buch des Monats“ Werke in hebräischer Schrift aus der Sammlung des Klingspor Museums präsentiert. Gezeigt werden u.a. kalligrafische Blätter von Werner Eikel mit Psalmen in Hebräisch und Deutsch und ein Schöpfungsalphabet aus dem Buch Sohar mit farbenprächtigen Buchstabenbildern von Josua Reichert.

Buch des Monats: 3. Juni 2016, 14 Uhr
Eintritt: 4 Euro, Mitglieder: 2 Euro

Hessen seitenweise
Buchschätze aus der Sammlung des Klingspor Museums
Abbildung: G. A. Bürger, Münchhausen. Mit Illustrationen von Bernhard Jäger
Frankfurt, Wien: Büchergilde Gutenberg, 1994. Foto: Klingspor Museum
Der Begründer einer vitalen Buchkunstszene im Rhein-Main-Gebiet ist Victor Otto Stomps mit seiner legendären Eremiten-Presse. In Frankfurt entstanden die einer anspruchsvollen buchkünstlerischen Tradition verpflichteten Drucke des Meistertypographen Gotthard de Beauclair. In Offenbach war die Hochschule für Gestaltung Ausgangsort vieler junger Buchkünstler. Thomas Bayrle und Bernhard Jäger (Abb.) sowie die Künstlergruppe Unica T sind beispielhaft zu nennen. Der Vortrag beleuchtet das vielfältige Schaffen von Buchkünstlern in Hessen von den Anfängen nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart.
Anlässlich des Vortrags „Hessen seitenweise“ wird im Obergeschoss des Klingspor Museums eine Ausstellung mit hessischer Buchkunst aus eigenen Beständen zu sehen sein.

Vortrag von Nina Mößle: 9. Juni, 19 Uhr

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach