Heft 1 diesen Jahres der Zeitschrift für Antiquare und Büchersammler ist jetzt erschienen, (pandemiebedingt?) ohne eingelegte Mitteilungen für Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft und 4 Seiten kleiner.
Ein ausführliche buchgeschichtliche Untersuchung unter der Rubrik Literatur widmet sich dem Drucker des ›Werther‹ (Johannes Salzwedel) und unter der Rubrik Sozialkritik findet sich der Beitrag Industrie 1.0 - Friedrich Engels und der Aufstand der schlesischen Weber 1844 (Jörg Bönig).
Das Heft enthält auch ein Interview von Björn Biester mit dem neu gewählten Vorsitzenden der Maximilian-Gesellschaft Ulrich Johannes Schneider - hieraus zwei Zitate:
"Bücher sind und bleiben besondere Liebhaberstücke, so wie sie das in der Vergangenheit waren, selbst wenn gerade der Antiquariatsmarkt sich verkleinert und im Buchhandel auch digitale Produkte auftauchen. Vergessen wir nicht, dass das Buch in seiner langen Geschichte immer schon sowohl ein ordinäres Kommunikationsmittel war wie ein Gegenstand der Hingabe. Bücher repräsentieren in ihrer aktuellen Produktion - und es gibt doch nicht wenige Buchhersteller und Verlage, die sich um Kunst und Schönheit bemühen - erstaunliche und staunenswerte Produkte unserer Kultur, bezeugen deren Phantasie und Neugier."
"Der Rückgang von Mitgliederzahlen ist in allen bibliophilen Gesellschaften eine neuere Tendenz. [...] Wir sehen am Beispiel der Pirckheimer-Gesellschaft, die mit einem neuen Auftritt und aktiver Mitgliederwerbung diesem Trend erfolgreich widersteht, dass man durchaus etwas tun kann."