Susanne Theumer zu Gast im Rhein-Main-Gebiet
Am Juni-Termin der Pirckheimer Regionalgruppe Rhein-Main-Neckar war die Pirckheimer-Freundin Susanne Theumer aus Höhnstedt bei Halle unser Gast. Viele Pirckheimer aus unserer Region und Gäste nutzen die Gelegenheit zum persönlichen Treffen mit der Künstlerin. Sie hatte mehrere Bücher und Mappen aus ihrem Werk mitgebracht. Die Anwesenden nahmen die Bücher und Grafiken in Augenschein, einige erstanden auch spontan Blätter.
Was Susanne Theumer erschafft, ist nichts Gefälliges, nein, die Werke erzählen Geschichten, oft solche, die man eigentlich nicht so gerne hört, weil sie uns unsere eigene Brutalität im Umgang mit Menschen zeigen. Die Schatten von Buna, Leuna, ehemaligen KZ-Aussenlagern oder gar medizinischen Experimentierkammern – all diese Orte beleuchtet die Künstlerin. Die Liebe zur Archäologie lässt sie immer wieder graben, aber die Grabungsergebnisse sind nicht bunt und schön.
Dennoch schön auf eine ganz eigene Art, handwerklich perfekt und überragend, dazu aber geschichtsbeladen. Lässt man sich auf die in den Bildern erzählten Geschichten ein, und das konnte man hervorragend angesichts ihres lebendigen Vortrags an diesem Abend, so stellt man fest, Grau besitzt unendlich viele Stufungen. Ein faszinierender Abend, der große Lust bereitete.
(Ralph Aepler)
Im Heft 226 der Marginalien hat sich André Schinkel in seinem Beitrag "Die Träume, die Blicke" mit dem Werk Susanne Theumers auseinandergesetzt.