Führung durch das Digitalisierungszentrum der Staatsbibliothek
Aktion
Das Digitalisierungszentrum der Bibliothek nahm 2010 seine Tätigkeit auf und heute arbeiten 28 Fachleute in diesem Bereich. Bei der Führung konnten wir beobachten, wie aus einem normalen Buch, einer Karte oder anderem Material jeweils ein digitales Objekt wurde und wir erfuhren, mit welcher Vorsicht und Sorgfalt die Mitarbeitenden vorgehen. Es werden hier vielfältige Methoden und Verfahren zum Scannen und Fotografieren eingesetzt. Wir konnten beobachten wie ein Flachbettscanner für eine großformatige Karte (bis A0 möglich) für das Scannen vorbereitet wurde. Mit Zuhilfenahme von Magneten und wohl dosiert eingesetzter Ansaugluft wurde die Karte zurechtgelegt. Das Scanergebnis digitale Abbilder in höchster Auflösung, die eine Zoom-Ansicht bis ins kleinste Detail ermöglicht. Sehr beeindruckend für unsere Gruppe war der Umgang mit Pop-up-Bilderbüchern und besonderen Oblekten wie Pergamenthandschriften, frühe Drucke oder besonders gebundene Werke. Bei der letzten Station erfuhren wir etwas zur Darstellung von Wasserzeichen mittels Thermographie. Das ist ein zerstörungsfreien Verfahren, um das Innere von beschriebenen oder bedruckten Papierbögen sichtbar zu machen, so auch Wasserzeichen. Hierbei werden Temperaturunterschiede zwischen Papierbogen und Infrarotkamera ausgenutzt.
Schon die vielen interessierten Fragen, die unsere Gruppe während des Rundgangs Frau Rönnefahrt oder ihren Mitarbeitenden an den einzelnen Stationen gestellt hat, zeigten unseren großen Wissensdurst und das Erstaunen, welcher Aufwand unternommen wird. Ob es der Aufwand für die Sicherung von wertvollen Kulturobjekten oder für die tägliche Auftragsbearbeitung für die Bibliothek oder für Wissenschaftsprojekte ist.
Auszug aus dem Bericht von Detlef Frizsche für die Marginaien.
Staatsbibliothek zu Berlin
Unter den Linden 8
Treffpunk 17.15 am Diensteingang links in der Säulenvorhalle vor dem Brunnenhof
10117 Berlin
Deutschland