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Pirckheimer-Blog

Fr, 13.10.2017

Leipogramme und Lautgedichte

Der Berliner Bibliophilen Abend war am Donnerstag zu Gast bei Ulrich Goerdten, der in die Oulipo (L' Ouvroir de Littérature Potentielle - franz.: „Werkstatt für Potentielle Literatur“) einführte und dabei auch eigenen Gedichte vortrug, wobei er diese künstlerische Technik auch am Beispiel einer Bachschen Fuge demonstrierte. Auch diejenigen, die ähnliche Lesungen von Ulrich Goerdten bereits erleben durften, erfuhren Interessantes zu dieser Lyrik und sogar neue Nuancen seiner Rezitation.

Ein wahrlich bibliophiler Abend in kleiner Runde bei Poesie, Wein und Gebäck, an dem auch Pirckheimer teilnahmen, die nicht im BBA Mitglied sind, für dessen Gelingen neben Ulrich Goerdten natürlich auch Dr. Susanne Rothe herzlich zu danken war.
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Do, 12.10.2017

Marion Vina

Die Illustratorin und satirische Zeichnerin Marion Vina aus Göttingen stellte der Pirckheimer-Gesellschaft ihre Sicht auf die Frankfurter Buchmesse zur Veröffentlichung im Blog zur Verfügung - Vielen Dank!

Di, 10.10.2017

Sabine Golde. Künstlerbücher carivari.

Das Buch als Bühne, auf der Worte inszeniert werden. Künstlerbücher als Behältnisse, um einen Kontext zwischen Text und Bild zu schaffen und als Objekt haptisch fassbar zu machen, das ist das Anliegen von Sabine Golde. Das Museum für Druckkunst zeigt in einer Einzelausstellung ausgewählte Werke der Buchkünstlerin aus über 25 Jahren.

Die Presse carivari wurde 1992 als Künstlergemeinschaft in Leipzig gegründet und seither sind Bücher und Raumarbeiten in Ausstellungen und Buchmessen im In- und Ausland zu sehen. Die Überschreitung der Grenzen des normalen Buches zeigt sich in ungewöhnlichen Ergebnissen dieses künstlerischen Mediums. Dabei werden traditionelle analoge Drucktechniken mit zeitgenössischen Digitalen kombiniert. Eine Inspiration ist die zeitgenössische Musik. Es entstanden, in kleiner Auflage, Bücher zu Texten und Kompositionen von John Cage und Erik. Andere Themen sind Lyrik – das Spektrum reicht von Hölderlin über Trakl, Bachmann bis Sandig – kurze Prosa, philosophische Essays und naturwissenschaftliche Exkurse.

Sabine Golde hat an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig studiert und ist Professorin für Buchkunst an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

Eröffnung: 2. November 2017, 18 Uhr
Ausstellung: 3. November 2017 - 14. Januar 2018

Museum für Druckkunst Leipzig · Nonnenstraße 38 · 04229 Leipzig-Plagwitz

Alexander Puschkin | Pique-Dame

Mit Lithographien von Boris Zabirokhin

Alexander Puschkins «Pique-Dame» war  eines der ersten Werke eines russischen Autors, denen auch im Europa ihrer Zeit Erfolg beschieden war. Nun ist die «bedeutendste Novelle der Weltliteratur» (André Gide) des «Goethe des Ostens», wie Thomas Mann Puschkin bezeichnete, in  einer neuen Übersetzung ins Deutsche als bibliophile Edition erschienen.

Feinsinnig  illustriert  wurde  sie  vom  russischen «Meister  der  Druckgraphik»: Boris  Zabirokhin schuf elf phantastische Lithographien, die Puschkins Opus kongenial begleiten und die düstergeheimnisvolle Stimmung der Novelle eindrucksvoll vertiefen. Sie wurden in der Werkstatt der Akademie der Künste, St. Petersburg, von den Originalsteinen abgezogen.

♠ 80 Seiten, 19,5 x 28,5 cm
♠ 100 Exemplare auf Bütten gedruckt
♠ Vom Künstler nummeriert und signiert
♠ Von Hand geheftet und gebunden
♠ Ausgabe A (Nummern 1 bis 85)
Halblederband in Schuber: € 398
♠ Ausgabe B (Nummern I bis XV)
Unikateinbände mit beigegebener signierter Bleistiftzeichnung: bitte anfragen.

Pegasus Presse P.J. Moosbrugger
Postfach 1347 ⋅ D-86331 Königsbrunn
Weidenstraße 24 ⋅ D-86343 Königsbrunn

Flyer

ICHVerlag in FFM

Zum 20. Mal sind die Brothers In Art auf der Frankfurter Buchmesse. Mit dabei haben sie ein neue Kunstwerk in Buchform: „Wunder POP“. Zu finden sind Guido und Johannes Häfner in Halle 4.1, in der auch die Pirckheimer-Gesellschaft ihren Stand aufgebaut hat, an Stand N6 und N8.

Mo, 09.10.2017

Hybriden-Verlag in FFM

Auf der Frankfurter Buchmesse wird auch Hartmut Andryczuk mit dem Hybriden-Verlag vertreten sein. Er ist wie die Pirckheimer-Gesellschaft in Halle 4.1 zu finden, genauer dort an Stand L21
Die dort vorgestellten Künstlerbücher , u.a.

Der Tod ist tot
Die Tödliche Doris
Tabea Blumenschein
Dein Dackel ist ein Pferd und natürlich
Die Kunst der Sammlung Bd. 3 - Peter Zitzmann

sind hier beschrieben.

6. Druck der Bear Press Wolfran Benda. 1985. Mit 11 Radierungen von Gottfried Helnwein. Eins von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe.

ASKU-Books in FFM

Von Mittwoch bis Sonntag ist wieder Buchmesse in Frankfurt am Main. Ich werde dort zusammen mit der Künstlerin Claudia Berg am Stand M14 in Halle 4.1 zu finden sein – direkt gegenüber vom Eingang zur Antiquariatsmesse.
Ich zeige ausgewählte Pressendrucke und illustrierte Bücher u.a. von Edition Tiessen, Methusalem-Presse, Bear Press, Raamin-Presse, Otto Rohse Presse, Leipziger Bibliophilen-Abend, Trajanus-Presse, Ars Librorum, Offizin Die Goldene Kanne ...
Über einen Besuch und ein Wiedersehen würde ich mich sehr freuen.
(Sven Uftring)

So, 08.10.2017

Moritz Götze in der Stralsunder Kulturkirche

Unter dem Titel Superstar " - Deutsche Bilder – Martin Luther bis Friedrich II" läuft noch bis zum 31. Oktober 2017 in der Stralsunder Kulturkirche St. Jakobi eine faszinierende Ausstellung.
In den monumentalen Innenraum dieser gotischen Kirche platzierte der Hallenser Künstler Moritz Götze seine überwiegend großformatigen Werke. Diese phantasievollen und farbintensiven Bilder und Emaillearbeiten beleben seit Wochen diese Kulturkirche. Interessant ist, wie sich der international anerkannte Popartkünstler dem Reformationsjubiläum, vor allem Martin Luther und Lucas Cranach widmet. Außerdem befaßt er sich mit Friedrich II und verändert die herkömmliche Sichtweise auf Werke großer Malerkollegen früherer Jahrhunderte, so auch Caspar David Friedrichs Wanderer über dem Nebelmeer.

Natürlich entdeckt der Pirckheimer-Freund auch hier bei Götze immer wieder Buch und Graphik, sowohl in seinen Arbeiten als auch in seinem Chaos-Arbeitsraum, den er unter eine gläserne Glocke steckte, unweit der Dokumentation seiner Tintenwurfaktion 2009 mit Bazon Brock auf der Wartburg (Fotos und Film).
Seit ich Anfang der 90er Jahre mit meiner Pirckheimer-Gruppe Arbeiten von Moritz Götze in der Galerie Hartwich (Sellin, damals noch in Saßnitz) entdeckte, erkenne ich seine Handschrift sofort wieder, sei es im Lichthof des Leipziger Messehauses "Specks Hof" oder im Neuen Theater Halle. Der vielseitige Künstler, der auch den Hasenverlag in seiner Heimatstadt Halle gründete und Lehraufträge zur Serigrafie auf Burg Giebichenstein und an der Pariser Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Arts erhielt, benennt seine Kunst Deutschen Pop, der auch die Popularisierung der deutschen Kunstgeschichte befördert.
Diese gewaltigen, nur auf den ersten Blick naiv wirkenden Bilder und Emaillen boten sommersüber in St. Jakobi vielen Veranstaltungen eine ganz besondere Kulisse. Wer das furiose Blues-Konzert der Memphis-Preisträger Georg Schroeter und Marc Breitfelder mit wechselnden Illuminationen der riesigen, aus 700 Teilen bestehenden Emailkomposition Victoria erlebte, kann sich nur wünschen, diese raumfüllenden Werke von Moritz Götze dauerhaft in der Stralsunder Kulturkirche zu wissen.
(Gisela Klostermann)

Einige Impressionen aus der Ausstellung hier.

Fr, 06.10.2017

Jim Avignon – Frühstück. Original-Farblithografie
Julio Rölle – Original-Farblithografie im Taborkalender 2018

Taborkalender 2018

Endlich ist es soweit und man erhält einen Einblick in die Arbeit, in die Werkstatt, in die Herstellung der Kalendergrafik und natürlich auch in die Geschichte der Tabor Presse.
Auf arte wird dieser Beitrag, den der Künstler Jim Avignon über die Lithografie-Drucker der Berliner Tabor Presse gedreht hat, zu sehen sein – u.a. ist seine eigene Arbeit an der Büchergilde-Grafik des aktuellen Quartals zu sehen und die Arbeit von Julio Rölle an seiner Grafik für den Tabor-Kalender.

Erhältlich ist der Kalender auch über die Büchergilde Gutenberg.

Der Film dauert 27 Minuten. Wer es in dieser Nacht nicht schafft, mit Freunden, Bier und Popcorn vor dem Fernseher zu sitzen, kann den Film aus der Reihe "square" auch jetzt hier schon sehen.

Di, 03.10.2017

Pirckheimer jetzt auch in Frankfurt/M.

Erstmals wird die Pirckheimer-Gesellschaft 2017 auf der Frankfurter Buchmesse vertreten sein - eine wichtige Premiere.

Nachdem seit 1990 die Mitgliedschaft in dieser Gesellschaft nicht mehr an die DDR-Staatsbürgerschaft gebunden war, konnten viele Freunde des Bibliophilen aus den "alten" Bundesländern und dem (vorrangig deutschspachigen) Ausland bei den Pirckheimern willkommen geheißen werden und es enstanden auch im Westen und Süden der Bundesrepublik Regionalgruppen der Pirckheimer. Die Teilnahme an der Buchmesse in Frankfurt am Main ist ein schönes Symbol für diese gewachsene Stärke unserer Gesellschaft.

Man findet die Pirckheimer-Gesellschaft mit Beispielen der von uns wie auch von unseren Mitgliedern herausgegebenen Publikationen, wie unseren Jahresgaben und den Marginalien, der einzigen regelmäßig erscheinende bibliophile Zeitschrift Deutschlands, und auch einige der exklusiv für unsere Mitglieder herausgegebenen graphischen Beilage in Halle 4.1/K 22. Selbstverständlich haben wir für besonders Interessierte auch Mitgliedsanträge dabei.

Wir freuen uns auf regen Besuch und Gespräche.

Jens Rusch für Werner Grebe, Radierung, 2007

Exlibris des Monats: Jens Rusch für Werner Grebe

Unsere Freunde von der Deutschen Exlibris-Gesellschaft, viele Pirckheimer sind auch dort Mitglied, haben das Exlibris für Oktober vorgestellt: Martin Luther. Im Jahr 2017 begeht man in Deutschland den 500-jährigen Jahrestag seines Thesenanschlags in Wittenberg.

Eine eigene Ausprägung erfuhr die heraldische Rose in der berühmten Lutherrose: eine weiße, fünfblättrige Wildrose, die in ihrer Mitte an Stelle des Fruchtknotens ein rotes, mit schwarzem Kreuz belegtes Herz trägt. Martin Luther erhielt 1530 vom sächsischen Kurprinzen Johann Friedrich einen goldenen Siegelring mit dieser Rose, wie sie Lukas Cranach in demselben Jahr in Holz geschnitten hat. Sie ist ein Sinnbild für die Gnadentheologie des Reformators. Schon Luthers (Luders) Familie führte neben einer halben Armbrust zwei Rosen in ihrem Wappen. So erscheint die Lutherrose als Beigabe in dem Luthergedenkexlibris, das Jens Rusch 2007, im 490. Jahr des Wittenberger Thesenanschlags, für Prof. Werner Grebe radiert hat.
(Dr. Hans-Joachim Genge)

Mo, 02.10.2017

Gottfried August Bürger: Wunderbare Reisen … des Freiherrn von Münchhausen. Mit Illustrationen von Bernhard Jäger. Büchergilde Gutenberg, 1994. Foto: Klingspor Museum Offenbach

Von abenteuerlichen Fischen und Kreaturen der Tiefsee

Am Freitag gibt es Fisch – so ist das auch im Klingspor Museum und so handelt das Buch des Monats am kommenden Freitag von einem Butt, einer Flunder und anderen abenteuerlustigen Fischen.

Eine Präsentation von Stephanie Ehret-Pohl. Vorgestellt werden ein abenteuerlustiger Hecht aus dem wunderbaren Buch „Le brochet“ (Robert Desnos, Daniel Levigoureux), „Pet, der Fisch“, eine Bildgeschichte mit Holzstichen von Otto Rohse, „Die gebratene Flunder“ des Patio Verlags und der Butt aus Philipp Otto Runges Märchen „Von dem Fischer un syner Fru“, zauberhaft illustriert von Marcus Behmer. Mit dem Pop-up-Buch „Tout au fond“ von Philippe Ug gibt es außerdem einen Ausblick auf die kommende Kinderbuchausstellung, deren Schwerpunktthema französische Kinderbücher sind.

Übrigens findet man das Klingspor-Museum und die Freunde des Museums auch wieder auf der Frankfurter Buchmesse: vom 11. bis 15. Oktober in Halle 4.1 am Stand N14.

6. Oktober 2017, 14 Uhr

Klingspor Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Sa, 30.09.2017

Leipogramm und BBA

Ulrich Goerdten wird zum nächsten Treffen des Berliner Bibliophilen Abend unter dem Titel

Das Leipogramm als literarische Form.
Geschichte und Gegenwart.
Mit Rezitation, Musik und Erläuterungen.

über eine Form der Poesie sprechen, die ihm Anregung für seine in der Edition Schwarzdruck erschienenen "Lürische(n) Ybungen" war. Auf Lesungen mit Piano-Begleitung von Ulrich Goerdten in ähnlicher Form wurde hier bereits mehrfach hingewiesen - wer sie erlebte, wird sie weiterempfehlen.
Gäste sind willkommen, ein Teilnahmewunsch sollte aus Kapazitätsgründen bei Dr. Jens Ziegler | BBA angemeldet werden.

Lesung: 12. Oktober 2017, 19:30

Salzburger Straße 8, 10825 Berlin

Fr, 29.09.2017

Linde Kauert (rechts), Foto © Günter Prust, Berlin

Das Buch vom Büchermacher Heinz Hellmis

„Endlich erschienen“, jubelten die Herausgeberinnen des Gedenkbandes für Heinz Hellmis Schrift und Buchkunst als Lebenswerk Linde Kauert und Brigitte Hammer. Am dritten Todestag des Buchkünstlers im August setzten sie den Schlusspunkt unter den Umbruch, vorgestern am 27. September stellten sie das gedruckte Buch in der Bezirkszentralbibliothek Marzahn-Hellersdorf „Mark Twain“, Marzahner Promenade 52-54, vor.

Der stattlich gewordene Quartband enthält Lebenszeugnisse des langjährigen Künstlerischen Leiters des Aufbau-Verlages, Betrachtungen zu seinem Werk, Erinnerungen von Freunden und Weggefährten sowie ein Füllhorn von Abbildungen der von ihm gestalteten Bücher, kalligrafischen Blätter und Signete. Mit 19 Jahre gestaltete er 1954 das erste Buch, eine Schiller-Ausgabe, für den Aufbau-Verlag, das letzte Druckwerk war 2014 Heft 215 der Marginalien. 91 Heften unserer Zeitschrift und einigen Büchern der Pirckheimer-Gesellschaft, darunter Selbstlob der Gicht von Willibald Pirckheimer und Jubelrufe aus Bücherstapeln, gab Heinz Hellmis das Gesicht.

Wohl jeder Leser des Gedenkbuches wird darin Umschläge und Einbände von vertrauten Büchern finden, von denen ihm nicht bewußt war, dass sie von Heinz Hellmis gestaltet sind.

Die Bibliothek zeigt noch bis zum 26. Oktober Bücher und Kalligrafien der von Linde Kauert und Heinz Hellmis gegründeten Edition Zwiefach, ergänzt um Buchumschläge und Einbände, die der Buchkünstler für den Aufbau-Verlag und andere Editionshäuser gestaltet hat. Das Gedenkbuch kann bei der Edition Zwiefach (Linde Kauert) bestellt werden.

 (Carsten Wurm)

Heinz Hellmis. Schrift und Buchkunst. Hrsg. von Linde Kauert und Brigitte Hammer. Gestaltet von Wolfgang Lorenz. Mit ca. 200, meist farbigen Abbildungen. Berlin: Edition Zwiefach, 2017. 150 S. 27 x  21 cm. Originalbroschur. 35 Euro. ISBN 978-3-940408-23-5

Mi, 27.09.2017

Hits!

Anlässlich der Finissage einer Ausstellung mit Buchkunst von Julia Penndorf, Nadine Respondek und Inka Grebner in Wiesbaden wird die Box „Hits!“ vorgestellt. Sie versammelt zehn Einblattdrucke und Hefte verschiedener Künstler im Format einer Single-LP.

Gleichzeitig wird corn.elius, Inka Grebner und Annegret Frauenlob das in der Ausstellung gezeigte Siebdruckheft „La Paloma“, welches in der edition wasser im turm.berlin erschien, präsentieren.

Präsentation: 12. Oktober 2017, 20 Uhr

Kunstwerkstatt Wiesbaden
Katja Rosenberg, Angelina Dalinger und Inka Grebner
Wörthstraße 15 65185 Wiesbaden