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Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft

Pirckheimer-Blog

Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft

Sa, 16.12.2017

Fuge & Fügung

Der Jugendkunst e.V. Stralsund lädt traditionell am Vortag des vierten Advent zu einem Moment polyphoner Mehrstimmigkeit ein, zum Kunstmarkt in der Spielkartenfabrik. Bereits der 13. KünstlerInnen und KunsthandwerkerInnen der Region präsentieren und verkaufen ihre Werke inmitten der historischen Druckmaschinen der Museumswerkstatt.

An der mechanischen Setzmaschine LINOTYPE besteht wieder die Möglichkeit, vorbereitete Weihnachts- und Neujahrswünsche (180 Zeichen) zu setzen, in Blei zu gießen und anschließend zu drucken.

Ab 12:00 wird Heart Beat, der Stralsunder Rock- und Popchor, Werkstatt und Besucher mit handgesungenen Stücken in Schwingung versetzen. Kinder können ganztägig mit Holzdruckstöcken eigene Karten drucken.

Im Café können mit Unterstützung des Mehrgenerationenhauses auch Plätzchen selbst gebacken werden. Für den Bauch gibt es Herzhaftes, Glühwein, Kinderpunsch und Gebäck. Der Markt öffnet seine Pforten um 11 und schließt um 19 Uhr.

Mit dabei sind auch wieder die Pirckheimer Henry Günther mit der Edition Balance und Fred Lautsch mit dem mueckenschweinverlag.

23. Dezember 2017

Spielkartenfabrik
Katharinenberg 35, 18439 Stralsund

Fr, 15.12.2017

Herzlichen Glückwunsch zum Neunzigsten

Prof. Lisa Beck feiert runden Geburtstag

Viele Pirckheimer werden noch an das Treffen in Augsburg vor zehn Jahren, im September 2007 zurückdenken. Den Festvortrag im prachtvollen „Kleinen Goldenen Saal“ hielt damals Prof. em. Lisa Beck zum Thema „Schriftgestaltung. Funktion, Geschichte, Spuren in Augsburg“ – nachzulesen auch in den Marginalien Nr. 188 (4/2007).

Ich kann mich noch gut erinnern, dass Frau Beck nach anfänglicher Zusage dann doch im Sommer plötzlich „kalte Füße bekam“, ob sie sich das in ihrem Alter noch zutrauen sollte (sie stand da ja auch schon ein Vierteljahr vor ihrem Achtzigsten). Zu unser aller Glück ließ sie sich dann aber schnell überreden ...

Die gebürtige Augsburgerin war von 1967 bis 1971 Dozentin an der „Werkkunstschule Augsburg“ für die Fachgebiete Schrift, Typographie, Gestaltungsgrundlagen, Grafik-Design, und an der dann umgewidmeten „Fachhochschule Augsburg“ von 1971 bis 1990 Professorin im Fachbereich Gestaltung, Lehrgebiet Grafikdesign mit Schwer­punkt Schriftgestaltung. 1998 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

»Im 20. Jahrhundert besitzt Augsburg mit Eugen Nerdinger und Lisa Beck, fortgesetzt von Manfred Heitmann, Schriftgestalter von europäischem Ansehen.« Dr. Peter Fassl, Bezirksheimatpfleger; im Konzept zur Bewerbung Augsburgs als Europäische Kulturhauptstadt 2010.

Auch die Augsburger Allgemeine würdigt Lisa Beck heute mit einem großen Artikel; das Foto zeigt sie in ihrem Wohnzimmer vor meinem Lieblingsbild „Aus den Wurzeln kommt die Kraft“, von dem sie mir schon vor Jahren auch einen kleinformatigen Abdruck schenkte.

Der Artikel schließt mit ihrem Satz „Ich verschickte zu Weihnachten immer noch an die hundert Briefe an Freunde und ehemalige Studenten“, sagt Lisa Beck – selbstverständlich von Hand geschrieben; auch ich darf mich zu den glücklichen Empfängern zählen. Und er beginnt so: Ihr größtes Glück: „Dass ich immer noch schreiben kann.“

Die Pirckheimer-Gesellschaft wünscht ihr noch viele glückliche und gesunde Jahre.

(Matthias Haberzettl)

Stets erlebe ich das Falsche

Im Quintus-Verlag erschien der alternative Künstlerreport des "frechen Zeichenstifts". Harald Kretzschmar, der prominente Zeichner des Eulenspiegel Satiremagazins, präsentiert seinen alternativen Künstlerreport:

Ein zeitlebens kritischer Zeichner nimmt hier Abstand zum Erlebten, indem er noch einmal mitten hinein taucht. Harald Kretzschmar schreibt und zeichnet heute auf, was er in der Begegnung mit namhaften, ihm nahen Künstlern erlebte.

Früh von Josef Hegenbarth, Albert Schaefer-Ast, Otto Griebel und Elisabeth Voigt beeinflusst, wuchs er an der Seite von Leo Haas und Carl Sturtzkopf, Henry Büttner und Heinz Behling, Karl Schrader und Manfred Bofinger in das publizistische Milieu der Zeitschrift Eulenspiegel hinein und prägte es mit. 

"Stets erlebe ich das Falsche" bietet ein Kaleidoskop der deutschen Kunst- und Karikaturszene, darunter: Herbert Sandberg, John Heartfield, Wolfgang Mattheuer, Willi Sitte, Werner Tübke, Bernhard Heisig, Arno Mohr, Werner Klemke, Hannes Hegen, Tomi Ungerer, Erich Ohser, Loriot, F. W. Bernstein, Gerhard Haderer, Barbara Henniger und und und. All diese Namen werden in Kretzschmars neuem Buch mit pointierten biografischen Essays in Erinnerung gebracht. Immer wieder begleiteten kuriose Begebenheiten den Weg des Verfassers. Wenn sogar Walter Ulbricht und Erich Honecker von Widersachern wie Gisela May und Wolf Biermann eingeführt werden, ist endgültig klar: Dieses Buch ist ein absolutes Muss für alle Liebhaber von Satire und Humor.

Kretzschmar, Harald: Stets erlebe ich das Falsche
Der alternative Künstlerreport
240 Seiten, 61 Abbildungen
Hardcover, Fadenheftung, Format: 18,5 x 23,0 cm
ISBN: 978-3-947215-03-4
€ 20,00

Eine Anmerkung für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft:
Dieses Buch wird sicher die kulturelle Identität vieler Pirckheimer ansprechen. Deshalb wird diesmal die geplante Jahresgabe 2018 vorab bekannt gegeben: eine Teilauflage dieses Titels ist als Jahresgabe 2018 vorgesehen!

Das Klingspor-Museum ist Pirckheimer

Das Klingspor-Museum in Offenbach am Main, einer der wichtigsten Deutschen Sammlungs- und Ausstellungsorte der internationalen Buch- und Schriftkunst des 20. und 21. Jahrhunderts, ist Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft - für viele Pirckheimer ein lange erwarteter Schritt!

Am 7. November 1953 öffnete das Klingspor-Museum zum ersten Mal für seine Besucher die Türen. Die Stadt Offenbach am Main hatte in den Nachkriegsjahren ein kleines Museum zur modernen Buch- und Schriftkunst gegründet. Den Grundstock dieses Museums bildete die kostbare Privatsammlung von Dr. h.c. Karl Klingspor (1868 - 1950), der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Offenbach am Main mit seinem Bruder eine Schriftgießerei betrieb. Nur kurze Zeit nach der Museumsgründung kamen die ersten bedeutenden Schenkungen ins Haus. Auch Werner Klemke übergab sein gesamtes künstlerisches Lebenswerk mit allen Büchern, seinen originalen Zeichnungen bis hin zu seinem umfangreichen Briefwechsel dem Museum.

Die Pirckheimer-Gesellschaft unterstützte das Wirken des Klingspor-Museums, seit sich 1990 die Möglichkeiten einer besseren Zusammenarbeit eröffneten, eine Zusammenarbeit, die mit Darstellungen in den Marginalien begann und sich später durch stärkere Vernetzung über die modernen Medien fortsetzte.

Do, 14.12.2017

Adventsabend der Berliner Bibliophilen

Der BBA traf sich heute bei seinen Mitgliedern Susanne Rothe und Ulrich Goerdten zum traditionellen Adventsabend, um bei Kaffee und Kuchen, später bei Rotwein und Schnittchen das letzte Jahr Revue passieren zu lassen und einen Blick auf das kommende Jahr zu werfen.

Wie in jedem Jahr stellten die Mitglieder interessante und ihnen wichtige Neuerwerbungen des vergangenen Jahres vor. Das reichte über Erinnerungen an den kürzlich verstorbenen Horst Hussel, glückliche Flohmarktfunde oder erstaunliche Entdeckungen auf Auktionen und Buchkunstmessen bis hin zur Entdeckung von Buchtiteln und Illustratoren, die bislang in keiner Bibliiothek bekannt sind. Und sie spiegelten eine erstunliche Vielfalt der Sammelgebiete wider, Graphic Novel, Typographie, bibliophile Klassikerausgaben, Autographen oder einfach gut gemachte Bücher ...

Di, 12.12.2017

Ralf Parkner
Ingo Schulze

E.T.A. Hoffmann goes Internet

Heute Abend fand in der Staatsbibliothek zu Berlin eine Festveranstaltung zum Launch des E.T.A. Hoffmann-Portals statt. Damit startete nach dem Büchner-Portal und dem Fontane-Portal, welches seine Notizbücher enthalten wird, das dritte große deutsche Literaturportal. Unter den ca. 300 Hörern des heutigen Abends waren naturgemäß auch viele Pirckheimer.

Nach einer Begrüßung durch Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin, Dr. Bettina Wagner, Direktorin der Staatsbibliothek Bamberg und Jörg Petzel, Vize-Präsident der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, stellten Ursula Jäcker und Christina Schmitz dieses "Angebot für Forschung, Lehre und Kultur" vor und Frau Prof. Dr. Claudia Liebrand sprach zu aktuellen Tendenzen der E.T.A. Hoffmann-Forschung.
Sibylle Söring, Center für Digitale Systeme der FU Berlin, führte in die Welt der Digitalen Edition ein, ein Vortrag, der deutlich macht, wie das Medium Internet den "Leser zum Nutzer" machen kann und damit das Kulturgut Buch ergänzt.
Susanne Henschel, Jorma Lünenbürger und Maximilian Kleinert spielte Stücke von E.T.A. Hoffmann (ich gestehe, dass es mir genauso ging, wie Ingo Schulze - bei allem Enthusiasmus zu Hoffmann hatte ich noch nie auch nur eine seiner Noten gehört), anschließend gab es eine Lesung und Gespräch mit Ingo Schulze, der sich u.a. auch von E.T.A. Hoffmann sehr inspirieren ließ, was in seinen vorgetragenen Texten in vergnüglicher Weise deutlich wurde.

Also: nicht nur aufgrund des abschließenden Sektempfangs von Lutter & Wegner, dem Stammhaus von E.T.A. Hoffmann, ein gelungener Abend.

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(Weitere Fotos in den Facebookprofilen von Abel Doering und Ralf Parkner, Anmeldung erforderlich)

Sa, 09.12.2017

Werner Klemke, Illustration zu Reineke Fuchs. Foto © Klingspor Museum Offenbach

Werner Klemke in Offenbach

Der morgige Nachmittag ist im Klingspor Museum dem großen Illustrator Werner Klemke zum 100. Geburtstag gewidmet. Professor Dr. Hans-Heino Ewers, langjähriger Leiter des Instituts für Jugendbuchforschung Frankfurt, spricht über den wohl bekanntesten Illustrator der DDR, der es mit seinem immensen Werk zu einer Popularität brachte, die ihresgleichen sucht. Viele seiner liebevoll gestalteten Kinderbücher begleiteten Generationen von Kindern, seine Illustrationen zur Weltliteratur begeisterten Buchliebhaber auch im Westen.
Das Klingspor Museum besitzt den künstlerischen Nachlass Klemkes. Wie dieser nach Offenbach kam, berichtet Christian Scheffler, der viele Jahre Leiter des Klingspor Museums war, anschließend finder im Klingspor-Museum eine Gesprächsrunde bei Kaffee und Keksen zu Werner Klemke statt.

10. Dezember 2017, 15 Uhr

Klingspor Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Fr, 08.12.2017

Zweiter Druck der Paradisischen Dialoge

Unter dem Titel »FISCHDIEBE« ist der zweite Druck der Reihe »PARADIESISCHE DIALOGE« ist erschienen, herausgegeben von Michael Hametner für den Leipziger Bibliophilen-Abend e.V. im Jahr 2017. Er enthält Texte von Anja Kampmann als Erstveröffentlichungen und fünf Radierungen von Frank Berendt.

Der Titel wurde gedruckt im Künstlerhaus Hohenossig durch Jeanette & Reinhard Rössler auf Hahnemühle Bütten Alt Worms 230 g. Die Gesamtgestaltung und den Satz in der LL Brown sowie Taller führte Glenn Vincent Kraft, Kraft plus Wiechmann, Berlin aus.
Die Auflage besteht aus 99 arabisch nummerierten Exemplaren, davon erscheinen die Nummern 1–30 als Vorzugsausgabe in einem Schuber, denen eine zusätzliche Radierung von Frank Berendt beiliegt. Sämtliche Bücher sind von Anja Kampmann und Frank Berendt signiert.

Das Buch ist im November 2017 erschienen, es sind noch wenige Subskriptionsplätze frei, bei Interesse bitte Kontakt über Thomas Glöß aufnehmen.

Büchergilde-Magazin

Das Magazin der Büchergilde für das erste Quartal 2018 ist erschienen und kann hier durchgeblättert werden. Zu finden in dieser Ausgabe auch wieder ein Beitrag des Pirckheimers Wolfgang Grätz über den Sinn von Vorzugsausgaben (S. 134) und die Vorstellung einer solchen Vorzugsausgabe des Mitglieds Roland Berger, gedruck von Marc Berger (S. 136). 

Do, 07.12.2017

Was machen die Berlin/Brandenburger Pirckheimer 2018?

Heute fand der letzte Abend der Berlin/Brandenburger Pirckheimer in diesem Jahr statt, traditionsgemäß in der Büchergilde-Buchhandlung unseres Mitglieds Johanna Binger.
Und, wie es Tradition ist, stellte der Berliner Vorstand das Jahresprogramm 2018 für diese Regionalgruppe vor, welches ab sofort auch unter Veranstaltungen eingesehen werden kann. Gäste sind auf den Veranstaltungen immer willkommen! 
Im Anschluss an die Ausführungen des Vorsitzenden der Regionalgruppe Rüdiger Schütz zum vergangenen Jahr, die Zeit wurde langsam knapp, stellten dann einige Mitglieder Neuerwerbungen des Jahres 2017 vor - näheres dazu wird im ersten Heft der MARGINALIEN 2018 nachzulesen sein.

Mo, 04.12.2017

Elmar Faber 2015, Foto © Ralf Parkner

Elmar Faber (1934 - 2017)

Heute erreichte uns die Nachricht über einen schweren Verlust für alle Freunde des guten Buches - Elmar Faber ist tot. Er starb nach schwerer Krankheit, 83jährig, am 3. Dezember.

1934 in Deesbach im Thüringer Wald geboren, begann Elmar Faber nach einem Studium der Germanistik an der Universität Leipzig seine berufliche Laufbahn als Lektor und Verlagsassistent am Bibliographischen Institut Leipzig, später übernahm er die Leitung der Edition Leipzig, den Aufbau-Verlag und Rütten & Loening, gründete nach dem Ende der DDR den Aufbau Taschenbuch Verlag und, was sich als Glücksfall für das gute Buch herausstellte, den renommierten, leider inzwischen erloschenen Verlag Faber & Faber Leipzig. In dem Metier der Buchproduktion fühlte sich das langjährige Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft Verloren im Paradies! (So der Titel seiner Autobiografie).
Uns bescherte das hervorragend gemachte Bücher und folgerichtig sagte Elmar Faber aufgrund seiner Arbeit als Verleger und seines Wirkens als Mitglied unserer Gesellschaft "dem Buch eine grandiose Zukunft voraus“.

Ein Credo, welches allen Pirckheimern als Vermächtnis und Verpflichtung bleibt.

Die Trauerfeier wird am 19. Dezember um 13 Uhr in der Hauptkapelle des Leipziger Südfriedhofes stattfinden. Die Rede hält Christoph Hein.

Sa, 02.12.2017

(Oktober) Roland R. Berger, Edition Linksrum, Hohen Neuendorf, Linolschnitt

Widerdruck 2018: Karl Marx

Seit 1996 organisiert Schwarzdruck den Widerdruck-Kalender. Es werden befreundete Handpressendrucker aus ganz Deutschland, Holland und der Schweiz eingeladen, ein Blatt zu einem jährlich neuen Thema zu stiften. Bedingung ist die Verwendung von mindestens einem Buchstaben - es soll schließlich kein Grafikkalender werden. Dr Handpressenkalender wird in einer Auflage von 75 Exemplaren gedruckt, von denen höchstens 20 Exemplare in den Verkauf kommt. Im schlanken Hochformat von 21x58cm ist das extra (buch)gedruckte Kalendarium zwischen die Blätter in die Wire-O-Ringheftung eingeheftet worden, so daß die Blätter später auch in voller Schönheit ohne Kalendarium gerahmt werden könnten.

2018: Karl Marx wird 200 und soll gesagt haben: "Freiheit ist ein Luxus, den sich nicht jedermann leisten kann". So wirds gelegentlich im Internet behauptet, ohne jemals eine anständige Quellenangabe gemacht zu haben. Aber selbst wenn Marx das so nicht geschrieben haben sollte, so wäre es doch eindeutig in seinem Sinne und könnte zumindest von ihm sein. Das "mann" haben wir natürlich politisch korrekt gestrichen und Druckerinnen und Drucker gebeten, was draus zu machen. Die Kollegen haben geschuftet und unter und (meistens) im Hochdruck diese wunderbare Ausgabe des Widerdruck-Klaenders geschaffen, von denen nur noch wenige ausschließlich hier im Shop zu haben sind. 13 Blätter (ein Vorspann- und 12 Monatsblätter) plus Titelblatt.

Beteiligt waren diesmal: Carpe Plumbum, Annegret Frauenlob, gleich zweimal die Stichting Grotesque (Amsterdam) mit Anna Houwen, die Harrisfeldwegpresse, die Edition Linksrum (Roland R. Berger), die Rehlensche Handpresse, Jürgen Meyer Jurkowski, die Officin Albis, Birgit Reichert von der Sonnenbergpresse, die Vogelpresse München, Daniel Kunz aus Basel, die offizin Parnassia aus Vättis in der Schweiz und natürlich auch die Edition Schwarzdruck (Marc Berger).

Mi, 29.11.2017

in memoriam horst hussel

Vor 5 Jahren fand im Kunstkeller Annaberg eine Ausstellung mit Druckgrafik, Gouachen, Zeichnungen und Künstlerbüchern von Horst Hussel statt. Jetzt, 11 Tage nach seinem Tod am 18. November, halte ich den Katalog "Zeichnungen und Collagen 2009 - 2012" zu dieser Exposition in den Händen - danke! (Eine persönliche Anmerkung: ich bin nicht böse, lieber Jörg Seifert, ein signiertes Exemplar erhalten zu haben!)

Dieser Katalog mit 19 großformatigen Abbildunge und einer Korrespondenz (von Ваша П. Петровна) ruft noch einmal die von Hussel illustrierten Bücher, die das Leben eines jeden Buchliebhaber begleiteten, die Editionen der Dronte Presse und die intime Lesungen seiner skurilen Geschichten in Erinnerung.

Der in einer Auflage von 500 Exemplaren erschinene Katalog, der in einer auf 30 Exemplare limitierten Sonderausgabe eine numerierten und signierte Druckgraphik beigelegt war, darf in keiner Hussel-Sammlung fehlen, ob er alllerdings noch beim Herausgeber, dem Kunstkeller Annerberg, zu erwerben ist, müsste dort nachgefragt werden.

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Di, 28.11.2017

Aus dem Werkzyklus Huldigung an Hafez © 2016 Günther Uecker Kunstverlag

Poesie trifft Druckgraphik

Mit „Huldigung an Hafez“ präsentiert das Museum für Druckkunst einen 42-teiligen Werkzyklus von Günther Uecker aus dem Jahr 2015 zu der Lyrik des persischen Dichters Hafez. Der Künstler eröffnet damit Bildwelten, die zwischen europäischer und persischer Kultur wandeln und Texte auf eindrucksvolle Weise in Farben und Rhythmen übersetzen.

Günther Uecker (*1930) befasst sich neben seinen berühmten Nagel-Objekten seit den 1970er Jahren mit der Verwandlung von Texten in geschriebene Bilder. Vor allem Schriften aus außereuropäischen Ländern inspirieren ihn. Mit dem Werk des 1320 in Shiraz geborenen persischen Dichters und Mystikers Hafez beschäftigt er sich seit mehreren Jahren.
Mit einer überraschend sinnlichen Präsenz „übersetzt“ Uecker die poetische Sprache der Verse von Hafez in insgesamt 42 druckgrafische Arbeiten, bestehend aus fünf Prägedrucken, sechs Sanddrucken und 31 Siebdrucken. Vollständige Ghaselen aus Hafez‘ Divan auf Persisch und vom Künstler ausgewählte, handschriftlich Zitate auf Deutsch zieren die Blätter und unterstreichen das Hauptanliegen Ueckers, die persische und deutsche Kultur durch Kunst näherzubringen. Dabei werden Wörter zu Farben und ruhige Blätter wechseln sich mit dynamischen ab.

Die Schau beschließt ein Ausstellungsjahr, das mit „Tschichold in St. Gallen“ und „New Types. Drei Pioniere des hebräischen Grafikdesigns“ bereits sehr typografisch ausgerichtet war und mit Ueckers Zyklus nun auch die Kalligrafie präsentiert.  

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Ausstellung: 22. Oktober 2017 – 07. Januar 2018

Museum für Druckkunst Leipzig · Nonnenstraße 38 · 04229 Leipzig-Plagwitz

So, 26.11.2017

6. Buchkunst Weimar

Am ersten Advents-Wochenende findet die 6. Buchkunst Weimar statt. Die Zahl der Aussteller ist gewachsen und die Messe versucht, die ganze Bandbreite an buchkünstlerischen Tendenzen in Deutschland abzubilden. Auch die burgart-presse des Pirckheimers Jens Henkel wird wieder mit einem Stand dabei sein und präsentiert natürlich auch hier die Neuerscheinung TRINKERSONNE, die inzwischen erschienene Edition LIEBHABER EIER WORT SALAT von Christoph Schmitz-Scholemann und Walter Sachs sowie passend zum Jahresende den Titel FÜR FÜNF PFENNIGE EINE BOTSCHAFT, der sich dem Thema Neujahrsgraphik widmet.

2. / 3. Dezember 2017

Weimar, verschiedene Orte